
Erst zweimal (1:5 und 1:1 in Wien) war Argentinien Länderspielgegner Österreichs und trotzdem auch hierzulande aus unterschiedlichsten Gründen oft dominantes Thema.
Heute unvorstellbar: Dass während der WM ’78 Argentiniens damalige Militärjunta viele Menschen selbst in unmittelbarer Finalstadion- und damit auch in Medien-Nähe foltern und auf Nimmerwiedersehen verschwinden hatte lassen können , weil erst später die Verbrechen aufgedeckt wurden.
Weltmeister in die 2. Liga
Heute undenkbar: Dass sich mit Mario Kempes der WM-Schützenkönig von einem österreichischen Zweitligisten ködern ließ und der Weltmeister speziell seine Zeit bei Vienna (wie in dessen Biografie nachzulesen) nie bereute.
Lange Zeit undenkbar: Dass es für Diego Maradona, diesen 1,65 Meter klein gewesenen größten Ballzauberer der 80-er und 90-Jahre, je noch einen ähnlich genialen Nachfolger mit ähnlich bescheidenen Körpermaßen geben würde.
Anfänglich war Lionel Messi nicht so populär wie Maradona. zumal er nicht bei den Boca Juniors in Buenos Aires aufwuchs, sondern schon mit 13 nach Barcelona wechselte – auch weil er dort Wachstumshormone bekam.
Im Gegensatz zu dem in die Fänge der Drogenmafia geratenen Maradona ( 2020) lebte und lebt Messi stets seriös. Ansonsten könnte er als Enddreißiger hünenhafte Gegner nicht schwindlig spielen.
Keine Manndeckung aus Kuchl
Einen Leibgendarm für Messi zu opfern, geht meist schief. Daher wird ihn der 14 Jahre jüngere Nicolas Seiwald auch nicht übers ganzes Feld begleiten, doch allein schon wegen seiner Spielposition Messis weltmeisterliche Wege immer wieder kreuzen.
Ralf Rangnicks Parade-Sechser hatte als Sechsjähriger mit dem jetzigen Rapid-Kapitän Matthias Seidl, trainiert von Papa Hubert Seiwald, beim SV Kuchl zu kicken begonnen und danach im Red-Bull Nachwuchs balltechnisch geglänzt.
Obwohl von gelegentlichen Fußball-Konsumenten unbemerkt, zeichnet Nici außergewöhnliche Spielintelligenz aus.
Viele Seiwald-Fans in den USA
In den USA drücken ihm drei Geschwister plus Eltern plus Salzburger Freunde im Sechser-Leiberl die Daumen. Darauf hoffend, dass ihr Nicolas im 50. Länderspiel (gegen Algerien) bereits als Fixaufsteiger befreit aufspielen kann.
Sofern davor gegen den FC Messi ein Punktgewinn gelingt. Oder ist das undenkbar?
Source:: Kurier.at – Sport



