
Die großen Feierlichkeiten der FPÖ zu ihrem 70. Geburtstag haben am Tag danach scharfe Kritik von SPÖ und Grünen zur Folge gehabt. SP-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim meinte, während Parteichef Herbert Kickl sich selbst und die FPÖ als „wahren Verfassungsschutz“ inszeniere, feiere er gemeinsam mit Europas Rechtsaußen-Parteien wie der AfD rund um Alice Weidel und Tino Chrupalla oder Viktor Orbán.
Grünen-Chefin Leonore Gewessler hielt Kickl – wie Seltenheim in einer Aussendung – vor, dass dieser die Grundfesten der liberalen Demokratie einreißen wolle. Dazu passe, dass er sich u.a. von Orbán und Geert Wilders beklatschen lasse, die offen demokratische Institutionen angriffen und europäische Zusammenarbeit torpedierten.
ÖVP vermisst konstruktive Arbeit
Schon am Sonntag hatte die ÖVP die Freiheitlichen attackiert. Generalsekretär Nico Marchetti befand, dass es sich die „Kickl-FPÖ“ lieber auf der Oppositionsbank gemütlich mache anstatt konstruktiv mitzuarbeiten – frei nach dem Prinzip ‚Samba sí, Arbeit no‘ einem Lied von Schlagerstar Roberto Blanco, der im Rahmen des Volksfests der FPÖ am Stephansplatz aufgetreten war.
Vor diesem hatten sich die Freiheitlichen zu einem Festakt in der Hofburg versammelt, wobei neben internationalen Gästen wie Orban und Weidel und der gesammelten Partei-Prominenz auch FPÖ-Spitzen früherer Jahre wie der ehemalige Parteivorsitzende Herbert Haupt zugegen waren. Kickl würdigte dabei seine Partei als größtes Zukunftsprojekt des Landes.
Source:: Kurier.at – Politik



