Elisabeth und Elmar Trenkwalder: Zwei, die sich spiegeln und ergänzen

Kultur

Die für Wechselausstellungen gedachte Halle des Museums Liaunig im Kärntner Neuhaus/Suha muss mit ihrer Weite und Höhe erst einmal gefüllt werden. 

Die Werke von Elmar Trenkwalder bieten sich hier an: Seine riesigen, aus zahlreichen Einzelkomponenten gebauten Keramikobjekte lassen schnell an Tempelanlagen denken, Päläste oder barocke Gebäude scheinen stets in Reichweite. Nicht zuletzt deshalb fügt sich eine große Wandarbeit des 1959 geborenen Tiroler Künstlers seit 2014 so organisch in den Eingangsbereich der Salzburger Residenz im Domquartier ein.

Wo die Formen herkommen, die der einst zum Keramikkünstler gewordene Schüler der Maler Arnulf Rainer und Max Weiler zu einer so eigenwilligen Sprache verdichtete, ist aber nie vollständig klar.

Rätselhafte Formen

Die auf Initiative von Sammler Peter Liaunig gestaltete Dialogausstellung von Elmar und Elisabeth Trenkwalder (*1961) löst die vielen bildnerischen Rätsel zwar nicht auf, führt aber auf erhellende Weise in ein Ideen- und Formenuniversum, aus der beide, der Keramikkünstler und seine malende Frau, gleichermaßen schöpfen.

Oft geht es dabei um Symmetrie, etwa bei Baummotiven, die in einem Gemälde entlang mehrerer Achsen gespiegelt werden.

Die Kunstformen der Natur gehorchen mathematischen und geometrischen Gesetzen freilich nur bis zu einem gewissen Punkt, und beide Trenkwalders scheinen sich an der Grenze zwischen dem Urwüchsigen und dem Konzipierten entlangzutasten. Stalaktiten und Stalagmiten scheinen das Motiv in einem Triptychon zu sein; in einem anderen sieht man die Formen eines alten gotischen Kirchenfensters. 

Das Konstruierte (der Fachbegriff lautet „Maßwerk“) könnte hier aber auch aus dem Boden gewachsen sein – ebenso wie die riesigen Keramikobjekte, von denen eines aus der Sammlung Lianuig stammt. Ein weiteres sah man zuletzt im Carlone-Saal im Oberen Belvedere, ein anderes im Linzer Schlossmuseum.

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Ausgehend von einem Kern von vier Stellwänden voller Zeichnungen gelingt der Schau der Sprung vom Kleinen ins Große.uch der gedankliche Sprung zu anderen bildhauerischen Positionen jüngerer Zeit (siehe Artikel hier) erscheint plötzlich nicht mehr so weit, wie man anfangs dachte.

Zu sehen bis 19. Juli 2026.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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