Neue „Liebesg’schichten“ im ORF: „Ein Pool ist gut für den Liebesmarktwert“

Kultur

KURIER: Die Schwärme, die die Kandidaten als Muster für ihren Typ angeben, gehen diesmal von Danielle Spera bis Action-Darsteller Jason Statham – was haben Sie da schon für Kuriositäten gehört?

Nina Horowitz: Das ist so unterschiedlich, die eine sagt, Armin Wolf ist so sexy. Dann werden oft Helene Fischer von Single-Männern und der Bergdoktor Hans Sigl von Single-Damen genannt. Aber ich muss den Bergdoktor leider enttäuschen: Am häufigsten wird von Richard Gere und George Clooney geschwärmt. Der Clooney muss an jedem unserer Drehtage Schnackerl haben. So oft wird er von Frauen beim Interview als absoluter Traummann genannt. Die Royals kommen heuer übrigens gar nicht vor. Weder Prinzessinnen, noch Prinzen.

Der Prinz William hat ja auch mittlerweile keine Haare mehr.

So gesehen eignet er sich vielleicht nicht mehr als Objekt der Begierde. Wobei, es gibt auch viele, die sagen: Glatze ist das Tollste. Also es ist ja so unglaublich verschieden, was wir alle erotisch oder eben nicht erotisch finden.

In der ersten Folge sagt die 65-jährige Brigitta, dass der neue Mann 45, höchstens 50 Jahre alt sein soll. Das kannte man früher eher von den Männern. Sind die Frauen selbstbewusster geworden?

Ihre zwei großen Vorbilder sind in der Hinsicht Vivienne Westwood und Elke Heidenreich. Sie schreibt auch erotische Kurzgeschichten. Und der neue Mann sollte das gut finden. Die Brigitta weiß einfach, was sie will. Ich finde schon, dass die Frauen selbstbewusster geworden sind. Zum Glück hat sich da was getan, weil sich auch die Zeiten geändert haben. Andererseits mache ich auch Interviews mit älteren Frauen, die zum Beispiel 40 Jahre in einer grauslichen Ehe festgesteckt sind, weil sie wirtschaftlich abhängig waren. Eine Dame hat mir erzählt, dass ihr Mann jedes Jahr in Thailand war, sie hat genau gewusst, es ist Sexurlaub – und sie hat ihn einfach nicht verlassen können. Da gibt es bei den älteren Generationen immer noch unglaubliche Geschichten.

  Die toxischen Fans sind wieder unterwegs: „Vaiana“, „Odyssee“, „Supergirl“

Otto aus der ersten Folge sagt, er ist auch deswegen dabei, weil es im Unterschied zum Onlinedating „nix kost‘“. Die „Liebesg’schichten“ waren immer Gegenprogramm zu Tinder und Co. Aber wird sich das Online-Dating nicht sowieso selbst abschaffen in Zeiten von KI?

Ich bin da voreingenommen, weil zu mir kommen ja die Menschen, die das mit dem Online-Dating nicht so toll fanden. Wird das wirklich aufhören? Man kann ja mit einer Maschine auch glücklich werden. Die redet nicht zurück, sagt einem dauernd, wie toll man ist. Eigentlich eine ideale Form der Liebe. (lacht)

Ja vielleicht, aber noch geht es um die Menschen, die einfach ihre Dating-Chat-Nachrichten nur mehr von ChatGPT formulieren lassen.

Daten ist ja überhaupt eine Kunst. Mir hat einmal eine Dame aus Oberösterreich erzählt, wenn sie beim Onlinedating zum ersten Date kommt, regen sich manche Männer auf, dass sie gleich so in die Tiefe gehen will. Ich hab gefragt, ja was wollen sie denn dann wissen? Ich hab gedacht, erotische Details, Kindheitstraumata, etc. Nein, sie fragt einfach, sag mir drei Dinge, die dir wichtig sind. Da könnte man ja zum Beispiel sagen Maroni-Reis, 3D-Puzzle und Weltfrieden. Wenn das schon zu sehr in die Tiefe geht… Also bei uns …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

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