
Der NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli dieses Jahres. Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten waren in die türkische Hauptstadt Ankara gekommen, um über die Zukunft der westlichen Verteidigungsallianz zu beraten. Unter ihnen auch US-Präsident Donald Trump, der das Bündnis immer wieder in Frage stellt.
Diesmal reiste der 80-Jährige erstmals zu einer Auslandsreise mit seinem neuen Luxus-Jumbo an. Diesen hatte er vom Golfstaat Katar als Geschenk bekommen und trotz aller Kritik daran auch angenommen. Doch als Trump nach dem NATO-Treffen die Heimreise antrat, stieg er nicht in die Boeing 747-8, sondern in die alte Air Force One.
Schon damals fragte sich die ganze Welt – warum? Die New York Times hat nun offenbar die Antwort gefunden. In einem ausführlichen Bericht schreiben die Autoren, dass es damals als glaubwürdig eingestufte Bedrohungen aus dem Iran-Umfeld gegeben habe. Konkret sollen Schergen des Mullah-Regimes geplant haben, die Präsidenten-Maschine mit Raketen abzuschießen. Und diese hätte von dem nagelneuen Flugzeug nicht abgewehrt werden können. Deshalb sei man auf die alte Air Force One umgestiegen.
Bereits davor waren Gerüchte aufgetaucht, wonach der Jumbo aus Katar nicht über die nötigen Sicherheits- und Abwehrsysteme verfügt. Nach dem Flugzeugwechsel in Ankara erhielten diese neue Nahrung. Das Weiße Haus bestritt derartige Behauptungen, Journalisten, die dies beschrieben, wurden mit Gerichtsvorladungen eingedeckt. Dennoch werde der Katar-Jet im Herbst weiter aufgerüstet, wie es hieß, vor allem wohl auch mit einem effektiven Raketenabwehrsystem. Bis dahin werde Donald Trump mit der Air-Force-One-Flotte unterwegs sein.
400 Millionen Dollar
Erhalten hatte der amerikanische Staatschef die Präsidentenmaschine vom Scheich von Katar. Der Wert des luxuriös ausgestatteten Jets: rund 400 Millionen US-Dollar. Die Vorwürfe der Bestechlichkeit wischte Donald Trump stets vom Tisch und geriet (trotz der nun offenbarten Mängel) ins Schwärmen: „Es ist das luxuriöseste Flugzeug der Welt.“
Dass der Iran ihm nach Beginn des weiterhin anhaltenden Krieges (siehe auch rechts) nach dem Leben trachte, sagte der US-Präsident am Rande des NATO-Treffens im türkischen Ankara: „Ich bin Nummer eins auf der Todesliste.“ Im Iran skandieren regimetreue Demonstranten immer wieder: „Wir wollen den Kopf von Trump!“ Sollte dies den Machthabern in Teheran tatsächlich gelingen, habe er, Trump, veranlasst, dass der gesamte Iran vernichtet werde.
Source:: Kurier.at – Politik



