Drohne in Leipzig galt womöglich mit Munition beladenem Flugzeug

Politik

Der mutmaßliche Anschlagsversuch mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle galt womöglich einer mit Munition beladenen Frachtmaschine. 

Dies berichteten die Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR am Donnerstag unter Berufung auf einen vertraulichen Polizeibericht. Die Drohne befand sich in der Nacht zum Mittwoch demnach in der Nähe von Frachtmaschinen einer ukrainischen Fluggesellschaft. Eines der Antonow-Frachtflugzeuge sei mit militärischer Munition beladen gewesen.

Paket mit explosivem Sprengstoff an Drohne

Diese sei offenbar kurz zuvor aus Frankreich nach Leipzig transportiert worden und wohl für den Weitertransport vorgesehen gewesen. Mitarbeiter des Flughafens hätten die Drohne nach Erkenntnissen der Ermittler am späten Dienstagabend bemerkt, als sie zwischen zwei Maschinen der ukrainischen Gesellschaft Antonov Airlines schwebte, berichteten diese Medien weiter. Nach einem Kontakt mit einem Mitarbeiter habe das Fluggerät am Boden gelegen. 

An der Drohne sei ein faustgroßes Paket mit hochexplosivem Sprengstoff befestigt gewesen, bei dem es sich wahrscheinlich um Semtex handle. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.

Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Mittwoch von einer „neuen Gefahrenqualität“ gesprochen. Wer für den mutmaßlichen Anschlagsversuch verantwortlich ist, ist unklar.

Immer mehr Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen 

Die Zahl der Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen ist im ersten Halbjahr gestiegen. Insgesamt wurden an den 15 internationalen Verkehrsflughäfen in den ersten sechs Monaten 166 der Flugobjekte gemeldet, die meisten davon im Großraum der Standorte, wie aus Zahlen der Deutschen Flugsicherung (DSF) hervorgeht. 

Das waren deutlich mehr als im ersten Halbjahr 2025, als noch 101 Fälle registriert wurden, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. 
Mit 28 Drohnensichtungen ist der Berliner Hauptstadtflughafen (BER) bundesweiter Spitzenreiter. In sieben dieser Fälle musste demnach der Flugverkehr vorübergehend unterbrochen werden. Im gesamten Jahr 2025 gab es am BER den Angaben zufolge lediglich acht Sichtungen. Der größte deutsche Flughafen in Frankfurt am Main liegt mit 27 Sichtungen im ersten Halbjahr 2026 dicht hinter dem BER.

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Gründe für den bundesweiten Anstieg gehen aus den Daten der Flugsicherung nicht hervor. Für den Berliner Flughafen gibt es aber eine Vermutung: Der DFS zufolge hat die Bundespolizei dort in diesem Jahr ein neues Detektionssystem installiert, das Drohnen besser und schneller erkennen könne. Die Bundespolizei machte dazu zunächst keine Angaben.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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