81. Jahrestag: Gedenken an Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Politik

Anlässlich des 81. Jahrestages der nuklearen Zerstörung der japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am heutigen Donnerstag haben österreichische Politiker an die Opfer der Atombomben erinnert und die anhaltende Aktualität der Ereignisse hervorgehoben. 

Am 6. August 1945 war die erste Atombombe durch die USA auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen worden. Drei Tage später, am 9. August 1945, folgte der zweite Atombombenabwurf auf die Stadt Nagasaki.

SPÖ und ÖVP gedenken der Atombomben-Opfer

„Hiroshima und Nagasaki stehen für die verheerenden Folgen von Krieg und atomarer Gewalt. Aus der Erinnerung erwächst unsere Verantwortung für Frieden. Angesichts neuer Aufrüstung und wachsender internationaler Spannungen müssen wir alles daransetzen, Frieden zu sichern und Konflikte auf diplomatischem Weg zu lösen“, so SPÖ-Chef Andreas Babler in einer Aussendung. Er unterstrich: „Atomwaffen dürfen niemals wieder zum Einsatz kommen. Sie bedrohen die gesamte Menschheit.“

Auch ÖVP-Außenpolitiksprecher Reinhold Lopatka betonte in einer Aussendung: „Angesichts der Verschiebung der geopolitischen Machtverhältnisse, die wir aktuell rund um die Konflikte etwa im Nahen Osten und der Ukraine erleben, gewinnt die Erinnerung an die Verbrechen von Hiroshima und Nagasaki immer mehr an Bedeutung. Atomwaffen sind eine ernste Gefahr für die gesamte Weltgemeinschaft und dürfen niemals das Mittel der Wahl in einem Krieg sein.“

Neos plädieren für atomare Abrüstung

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) erklärte in einer Aussendung: „Atomwaffen erhöhen das Risiko einer Katastrophe mit unabsehbaren humanitären Folgen – sie schaffen keine Sicherheit. Dauerhafte Sicherheit entsteht nur durch Diplomatie – nicht durch Abschreckung. Gerade weil das Risiko einer nuklearen Eskalation wächst, bleibt die nukleare Abrüstung unser Ziel.“ Angesichts zunehmender nuklearer Drohgebärden müsse „verstärkt an die humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes“ erinnert werden.

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Nuklearwaffenverbotsvertrag

Der 2021 in Kraft getretene Nuklearwaffenverbotsvertrag (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons – TPNW) verbietet erstmals völkerrechtlich Besitz, Einsatz und Androhung eines Einsatzes von Nuklearwaffen, wie es auch bei anderen Massenvernichtungswaffen schon existiert. Österreich stellte 2022 den Vorsitz des ersten Vertragsstaatentreffens in Wien, bei dem die bis jetzt laut einer früheren Mitteilung des Außenministeriums stärkste multilaterale Verurteilung nuklearer Drohungen angenommen wurde. Inzwischen haben 100 Staaten den Vertrag unterzeichnet, 75 Staaten haben ihn auch ratifiziert. Wichtiger Teil des Vertrags ist es, Überlebenden von Nuklearbombenabwürfen und Nukleartests eine Stimme zu geben. Die Atommächte und die NATO-Staaten sind allerdings nicht beim Vertrag dabei. Kommenden November und Dezember findet die erste Überprüfungskonferenz des TPNW in New York statt.

„Atomare Abrüstung muss endlich politische Priorität werden, in Wien, in New York, in Genf. Österreich hat als Unterzeichner des Atomwaffenverbotsvertrags eine besondere Verantwortung, diese Forderung laut und konsequent zu vertreten“, fordert SPÖ-Außenpolitiksprecherin Petra Bayr in einer Aussendung. „Wir müssen die Erinnerung an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki wach halten und alles dafür tun, damit sich so etwas nie mehr ereignet“, so Lopatka.

Gedenkveranstaltungen in Österreich

Am Donnerstag findet um 16.30 Uhr am Stephansplatz eine Gedenkveranstaltung unter dem Titel „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ statt. Auch in Graz wird am Donnerstag der Atombomben-Opfer gedacht. In Linz findet am Samstag eine Solidaritätsveranstaltung statt.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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