Song Contest 2026: So ist das große Finale

Kultur

Wer sich schon gefragt hat, ob es die Retro-Anzüge von Michael Ostrowski noch in weiteren Farben gibt, bekommt nun die erlösende Antwort: Natürlich! Wie wäre es zum Beispiel mit glitzerndem Dunkelblau?

Am heutigen Samstag geht in der Wiener Stadthalle das große Finale des Eurovision Song Contest über die Bühne und dafür wurden noch einmal die ganz großen Sternspritzer ausgepackt (der KURIER hat die Jury-Show am Freitag gesehen). Am Anfang geht es aber um jenen Mann, der für all das verantwortlich ist: Vorjahressieger JJ. Der lässt in einem Einspieler seine gläserne Trophäe fallen und vergisst dann auch noch sein Papier-Schifferl, mit dem er 2025 zum Sieg gesegelt ist, in Basel!

Nach einer abenteuerlichen Reise durch Österreich (inklusive Känguru!) kommt das gute Stück dann aber doch noch nach Wien zu JJ, der gemeinsam mit dem Radio-Symphonieorchester Wien (RSO) die Bühnenshow eröffnet. Es gibt ein bisschen Zauberflöte, gefolgt von einer temporeichen Version von „Wasted Love“ und JJs neuem Song „Unknown“. (Den hat er zwar schon im zweiten Semifinale performt, aber für den Fall, dass jemand vor dem Fernseher nicht richtig aufgepasst hat, gibt es ihn eben noch einmal.) Unterstützt wird JJ von Tänzern in – wie sollte es anders sein – den Farben rot und weiß und Akrobaten, die schwindelerregende Dinge tun, während sie von der Decke baumeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Dazwischen mischt sich die traditionelle Flaggenparade der teilnehmenden Länder.

Klavier mit Aussicht

Insgesamt 25 Acts treten im Finale an, um JJs Nachfolge zu übernehmen. Und die bieten eine Show mit vielen mittanzverdächtigen Nummern, die auch gleich entsprechend beginnt. Den Anfang macht nämlich Dänemarks Søren Torpegaard Lund mit seinem düsteren Tanzaquarium, zum Abschluss gibt’s von Cosmó den weitaus unbeschwerteren „Tanzschein“. Wenn das Publikum in der Halle im Finale auch so mitjubelt wie am Freitag, dann wird Österreichs Vertreter seinen Auftritt auf jeden Fall genießen können. 

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Dazwischen – man kennt die Inszenierungen ja bereits aus den Semifinal-Shows – gibt es ein goldenes Klavier mit Aussichtsplattform (Australien), einen brennenden Beichtstuhl (Finnland) und eine Scooter fahrende Discokatze (Griechenland).

Bestes und weniger Bestes

Nach den Auftritten der wettstreitenden Acts folgt das Voten und der Teil mit dem langen Warten. Verkürzt wird dies heuer mit einem All-Star-Treffen, um 70 Jahre Song Contest zu feiern. Dafür hat man ein Ensemble an ESC-Veteranen versammelt, die ein Medley aus dem Besten und, äh, nicht so Besten aus der Geschichte des Musikbewerbs präsentieren. 

Erika Vikman singt da etwa „Cha Cha Cha“, die Rocker von Lordi ausgerechnet „Save Your Kisses For Me“. Von Alexander Rybak gibt es Geigentöne zu „Ne partez pas sans moi“, Miriana Conte hat sich für „Dschinghis Khan“ entschieden und Ruslana gibt „Mon Amour“ zum Besten. Zum Schluss stimmt Verka Serduchka, die mit einer Blaskapelle die Bühne betritt, „Nel blu, dipinto di blu“ (vulgo: Volare) an – bis auch das Saalpublikum mitsingt. (Mit Erika Vikman und Lordi ist Finnland hier übrigens gleich zwei Mal vertreten – man male sich die Stimmung beim Rückflug nach Helsinki aus, sollten die Favoriten Linda Lampenius und Pete Parkkonen tatsächlich gewinnen.)

Nach diesem bunten Trip (ob der gut oder schlecht ausfällt, …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

      

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