
Vor eineinhalb Jahren war die Falcon 9 von der Erde aus gestartet, mit großen Hoffnungen im Gepäck. Die Rakete ist Teil von Elon Musks Weltraumprogramm, der Milliardär kooperiert dafür mit der NASA. Die Falcon 9 etwa schickte erfolgreich zwei Sonden auf den Mond.
Nun endete der Flug der Rakete, allerdings nicht ganz nach Plan. Nachdem ihre Oberstufe bereits seit Jänner 2025 unkontrolliert im Weltraum getaumelt war, krachte sie am Mittwoch gegen 8.35 Uhr auf den Mond, mit 8.700 Stundenkilometern. Dort schlug das 4,5 Tonnen schwere Teil einen Krater von geschätzt 20 bis 30 Metern Durchmesser.
Absturz nicht geplant
Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. Bereits 2022 war zwar die Oberstufe einer chinesischen Chang’e-Rakete auf dem Mond abgestürzt, allerdings auf der erdabgewandten Seite. Nun wäre der Einschlag theoretisch zu sehen gewesen, da sich die Einschlagstelle auf dem der Erde zugewandten Gebiet befindet; Bilder davon gibt es derzeit aber noch nicht. Der Krater ist zu klein, um ihn mit einem Teleskop von der Erde aus zu sehen. Satelliten könnten aber in der kommenden Woche Aufnahmen der Einschlagstelle liefern.
SpaceX hat den Einschlag bisher nicht bestätigt. Denn geplant war das Ende der Rakete in dieser Form nicht: Die oberen Raketenstufen würden bei solchen Missionen häufig planmäßig in der Erdatmosphäre verglühen, sagte SpaceX-Managerin Julianna Scheiman vor dem Absturz bei einer Pressekonferenz. „Aber für Missionen mit hoher Energie müssen wir ein anderes Manöver durchführen, um sicherzustellen, dass die Oberstufe sicher ist mit den entsprechenden Regeln und Regularien.“ Das sei in diesem Fall vorgenommen worden – „und was passiert ist, ist eine Mischung aus Sonnenaktivität und Anziehungskräften, die sie auf einen Weg hin zum Mond gebracht hat“.
„Keine Gefahr für die Erde“
Grundsätzlich sei ein Aufschlag auf dem Mond aber für eine Entsorgung auch „eine anerkannte Option, die eine vorhersagbare, nachverfolgbare und sicherere Herangehensweise an das Ende einer Mission bieten kann“, hieß es von der NASA. „Es gibt keine Gefahr für die Erde.“ Aus wissenschaftlichen Gründen werde man den Verbleib der Raketenstufe und die Einschlagstelle weiter beobachten.
Nicht besonders ruhmreich für Musks Firma ist bei all dem, dass sie den Einschlag nicht selbst berechnet und prognostiziert hat, sondern ein externer Astronom. Der US-Amerikaner Bill Gray hatte im April auf dem Blog seiner Softwarefirma darüber berichtet.
Source:: Kurier.at – Politik



