Extreme Hitzewelle in Österreich: „Wir werden uns umgewöhnen müssen“

Politik

Die anhaltende Hitzewelle hat Österreich weiter fest im Griff. Für Teile des Burgenlands gilt bereits die höchste Hitzewarnstufe, während Experten vor einer zunehmenden gesundheitlichen Belastung warnen. Gleichzeitig wird angesichts immer häufiger auftretender Extremtemperaturen intensiv darüber diskutiert, ob die bestehenden Schutzmaßnahmen noch ausreichen.

In der ZiB2 war dazu Katharina Reich, Generaldirektorin für Öffentliche Gesundheit, zu Gast. Im Mittelpunkt standen der Nationale Hitzeschutzplan und die Frage, ob Österreich seine Schutzvorkehrungen angesichts der aktuellen Hitzewelle und des fortschreitenden Klimawandels grundlegend überdenken muss.

Reich arbeitet neben ihrer Funktion auch wieder als Ärztin in einer Wiener Notfallambulanz. Bei Hitze nehme vor allem die Zahl der Kreislaufprobleme zu, sagte sie. Besonders betroffen seien vulnerable Gruppen. Man wisse, „dass die Probleme mit Kreislauf, mit den allgemeinen Belastungen, die die Hitze mit sich bringt, auch mehr ins Spital führt“.

Keine Absagen trotz Hitzewarnung

Dass in Österreich trotz höchster Warnstufe Großveranstaltungen stattfinden, verteidigte Reich. „Es können Veranstaltungen auch stattfinden, wenn man gut vorsorgt.“ Im staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagement seien mögliche Maßnahmen diskutiert worden. Alle Beteiligten hätten versichert, „dass wir selbst für Großveranstaltungen gut vorbereitet sind.“

Im Vergleich zu südlichen Ländern verwies Reich auf unterschiedliche Strukturen und Erfahrungen. Österreich sei lange kühler gewesen, „als zum Beispiel in Portugal oder Spanien. Und ja, daher werden wir uns ein bisschen umgewöhnen müssen.“ Mit Blick auf neue Verordnungen, wie die seit 1. Jänner geltende Hitzeschutzverordnung, sei man „auf dem Weg“. Dies sei ein erster Schritt, weitere könnten folgen.

Reich: „Das Klima verändert sich“

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Klimaskepsis, die sich auf einzelne heiße Sommer früherer Jahrzehnte beruft, wies Reich zurück. „Zahlen belegen die Frequenz, belegen die Häufigkeit, belegen die Intensität.“ Subjektive Erinnerungen würden nicht ausreichen, entscheidend seien meteorologische Daten. „Da ist ganz klar, dass sich das Klima verändert.“

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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