Trump soll neue Angriffe prüfen: Plan würde sogar Einsatz von Bodentruppen umfassen

Politik

US-Präsident Donald Trump wird sich dem Nachrichtenportal Axios zufolge am Donnerstag über neue Pläne für eine Angriffswelle gegen den Iran unterrichten lassen. Der Plan soll Infrastrukturziele und einen möglichen Einsatz von Bodentruppen umfassen. Teheran warnte indes die Vereinigten Staaten. Jeder Versuch, eine US-Seeblockade iranischer Häfen einzurichten, sei „zum Scheitern verurteilt“, sagte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian am Donnerstag.

Ein solcher Schritt wäre eine „Quelle für Spannungen und eine Störung der langfristigen Stabilität am Persischen Golf“, ergänzte Pezeshkian. Angesichts der festgefahrenen Verhandlungen mit dem Iran erwägt Trump US-Angaben zufolge eine monatelange Blockade iranischer Häfen. Wie ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses am Mittwoch mitteilte, deutete Trump diese Möglichkeit bei einem Treffen mit Vertretern der Ölindustrie an.

CENTCOM stellt Optionen für Angriffswelle vor

Der Kommandant des nahöstlichen US-Regionalkommandos CENTCOM, Brad Cooper, soll Trump am Donnerstag Optionen für eine Angriffswelle gegen den Iran vorstellen. An dem Treffen solle zudem der Vorsitzende des Generalstabs der US-Streitkräfte, General Dan Caine, und Verteidigungsminister Pete Hegseth teilnehmen. Das Präsidialamt und CENTCOM äußerten sich bisher noch nicht zu dem Bericht.

Zudem werde Trump voraussichtlich ein Vorhaben präsentiert, das darauf abzielt, einen Teil der Straße von Hormuz unter Kontrolle zu bringen. Die Meerenge soll wieder für die Handelsschifffahrt geöffnet werden. An einem solchen Einsatz könnten Bodentruppen beteiligt sein. Zudem könnte über eine Operation von Spezialkräften zur Sicherung der iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran beraten werden.

Die Regierung in Washington hoffe, den Iran durch diese Pläne bei den Verhandlungen über sein Atomprogramm kompromissbereiter zu machen, hieß es in dem Bericht. Trump hatte das iranische Atomprogramm als unmittelbare Bedrohung bezeichnet. Die Regierung in Teheran bestreitet, nach Atomwaffen zu streben. Sie verweist jedoch auf ihr Recht als Vertragsstaat des Atomwaffensperrvertrags, Nukleartechnologie für friedliche Zwecke zu entwickeln, was die Urananreicherung einschließe.

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US-Regierung erwägt neuen Ansatz bei Straße von Hormuz

Unterdessen sucht die US-Regierung nach einem neuen Ansatz bei der Straße von Hormuz. Ein neues Koordinierungsgremium solle die „Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und unseren Verbündeten in der Straße von Hormuz erleichtern“, teilte ein ranghoher Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit.

Konkret soll das „Maritime Freedom Construct“ den Informationsaustausch unter den noch nicht genannten Alliierten ermöglichen und „diplomatische sowie wirtschaftliche Maßnahmen abzustimmen“, um den Iran im Falle einer weiteren Blockade der Meerenge zu sanktionieren. Welche Länder genau teilnehmen sollen, war zunächst unklar. Das US-Militär solle unterdessen die Seeblockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, aufrechterhalten.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte am Donnerstag, der Iran befinde sich in einer „ökonomisch katastrophalen Situation“ und sei militärisch „erheblich geschlagen“. Deshalb werde die Führung in Teheran „zu irgendeinem Zeitpunkt an den Verhandlungstisch kommen“.

Irans Führung zeigt sich entschlossen

Die iranische Führung legte unterdessen im Konflikt mit den USA rhetorisch nach. Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf schrieb auf X, Irans Kontrolle über die Straße von Hormuz ermögliche nicht nur dem Iran, sondern auch Nachbarländern eine „unabhängige Zukunft frei von der Präsenz und Einmischung der USA“.

Auch Irans Präsident Pezeshkian äußerte sich nach Angaben des Staatsenders IRIB in einem Telefonat mit Japans Premierministerin Sanae Takaichi. Der Iran sei bereit, den diplomatischen Prozess fortzusetzen und eine faire Lösung sowie regionalen …read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

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