Vertrauensindex: Kickl und Wöginger Schlusslichter

Politik

Die Vertrauenslage in Österreichs Innenpolitik ist derzeit recht stabil. Der aktuelle APA/OGM-„Vertrauensindex“ zeigt gegenüber der jüngsten Erhebung im Jänner keine großen Gewinner und Verlierer. An der Spitze steht mit etwas ausgebautem Vorsprung Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Angesichts der Umfragewerte der Partei überraschend reihen sich dahinter gleich vier Vertreter der SPÖ angeführt von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) ein.

Gute Nachrichten gibt es freilich nicht an der Spitze der Sozialdemokratie. Parteichef Andreas Babler verliert zwei weitere Punkte und liegt jetzt bei einem Vertrauenswert von minus 33. Damit geht es ihm immerhin besser als FPÖ-Obmann Herbert Kickl, der sechs Punkte verliert, nun auf minus 42 rangiert und lediglich den aktuell wegen der Anklage gegen sich unter Druck stehenden ÖVP-Klubchef August Wöginger (minus 48) hinter sich lässt.

Vertrauenszuwachs für Parteichefinnen

Doch gibt es auch für den Bundeskanzler keinen Grund durch zu schnaufen. Denn er büßt im Vergleich zur letzten Erhebung vier Punkte ein und steht auf minus fünf. Das ist allerdings noch immer der beste Wert in der ÖVP sowie von den Parteivorsitzenden. An Vertrauen zulegten konnten die beiden Parteichefinnen. Grünen-Bundessprecherin rangiert trotz eines Plus von zwei Punkten mit minus 21 dennoch im hinteren Feld. Dank eines Vertrauenszuwachses von vier Punkten kann sich Neos-Obfrau auf minus neun verbessern.

So schlecht ist das gar nicht, denn gerade einmal vier Bundespolitiker sind im Plus. An der Spitze steht wie üblich Bundespräsident Van der Bellen, der einen Saldo von 23 aufweist (plus vier gegenüber Jänner). Ebenfalls mehrheitlich positiv bewertet werden die Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (Saldo plus 18), Finanzminister Markus Marterbauer (plus 6) und Frauenministerin Eva Maria Holzleitner (alle SPÖ) (plus 5). Noch vor Stocker als erstem ÖVP-Vertreter kommt Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) mit dem Saldo von minus 2.

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Absturz für Königsberger-Ludwig

Nicht ausgezahlt hat sich für Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig ihr Liebäugeln mit einer Kandidatur als niederösterreichische SPÖ-Chefin. Nicht nur dass es mit dem Posten jetzt doch nichts wird, büßte sie in der Umfrage, die just zur Zeit der Debatte durchgeführt wurde, den diesmaligen Minus-Höchstwert von sieben ein, womit sich der Saldo deutlich auf minus neun verschlechterte. Freilich haben gerade einmal 33 Prozent der Befragten zu ihr eine Meinung. Bei den anderen Staatssekretärinnen sind es sogar noch weniger. Einzige Ausnahme ist Neos-Staatssekretär Josef Schellhorn, zu dem gleich 73 Prozent etwas zu sagen haben (Saldo unverändert minus 35).

Für den Vertrauensindex Bundespolitik wurden 1.015 repräsentativ ausgewählte wahlberechtigte ÖsterreicherInnen ab 16 Jahren im Zeitraum 13. bis 15. April befragt. Die maximale Schwankungsbreite beträgt 3,1 Prozent in beide Richtungen. Der Vertrauenssaldo errechnet sich als Differenz der Prozentwerte „vertraue“ minus „vertraue nicht“.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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