Pessimismus in den Chefetagen: Heimische Unternehmen rechnen mit Stellenabbau

Wirtschaft

Die anhaltend hohen Energiekosten und geopolitische Risiken dämpfen die Stimmung in Österreichs Großunternehmen deutlich. 

Laut einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte geht die Hälfte der heimischen Finanzvorstände von einem Rückgang der Mitarbeiterzahl in den kommenden zwölf Monaten aus. Zudem spricht sich eine Mehrheit von 60 Prozent für einen Ausbau der Atomkraft in der EU aus.

Die 100 befragten Chief Financial Officers (CFO) beurteilen die Lage überwiegend negativ. 59 Prozent sehen die finanziellen Erfolgsaussichten ihres eigenen Unternehmens pessimistischer als noch vor drei Monaten. Rund zwei Drittel (67 Prozent) rechnen mit einer Verschlechterung des allgemeinen Investitionsklimas in Österreich. Dementsprechend wollen 38 Prozent der Firmen ihre eigenen Investitionsausgaben (CAPEX) im kommenden Jahr reduzieren.

Energiepreise als wesentlicher Belastungsfaktor

Als wesentlicher Belastungsfaktor gelten die Energiepreise. Acht von zehn Befragten (82 Prozent) berichten von negativen Auswirkungen auf die Profitabilität. Dies treibt auch die Teuerung an: Die CFOs erwarten für Österreich in den nächsten zwölf Monaten eine Inflationsrate von 3,3 Prozent, während sie für die Eurozone 2,7 Prozent prognostizieren. „Die hohe Inflationserwartung im Inland im Vergleich zur Eurozone macht einmal mehr die starke Energieabhängigkeit Österreichs deutlich“, erklärte Deloitte-Partner Gerhard Marterbauer.

Als größte Risiken für die Zukunft orten die Manager mögliche Preisschocks bei der Energieversorgung (52 Prozent) sowie eine weitere Eskalation des Iran-Krieges (46 Prozent). Um dem entgegenzuwirken, setzen die Unternehmen laut Ausblick primär auf kurzfristige Maßnahmen. Für 91 Prozent stehen Kostensenkungen im Fokus, 88 Prozent planen eine Verringerung des laufenden Betriebsaufwandes. Strategische Schritte wie Zukäufe oder die Expansion in neue Märkte haben laut der Umfrage derzeit keine Priorität.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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