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Der steirische Dachdecker- und Spenglerbetrieb Herischko Dach GmbH steht vor dem endgültigen Aus. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Montag bekannt gab, hat das im Jahr 2020 gegründete Unternehmen beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz einen Konkursantrag eingebracht.
Von der Insolvenz sind 26 Dienstnehmer sowie 56 Gläubiger betroffen. Die wirtschaftliche Schieflage ist erheblich: Den Verbindlichkeiten von rund 928.000 Euro stehen Aktiva von etwa 565.000 Euro gegenüber. Daraus ergibt sich eine Überschuldung von rund 363.000 Euro.
Kostenexplosion brachte Projekte ins Minus
Als zentrale Ursache für die Insolvenz nennt das Unternehmen laut AKV massive Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Personal, die insbesondere bei mehreren Großprojekten die ursprüngliche Kalkulation zunichtemachten. „Die Aufträge brachten keine Kostendeckung mehr“, heißt es im Insolvenzantrag. Hinzu kamen Auftragsverschiebungen und Stornierungen, die die ohnehin angespannte Liquidität weiter belasteten. Eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen reichten letztlich nicht aus, um die finanzielle Situation zu stabilisieren.
Hohe Außenstände – Einbringlichkeit ungewiss
Ein Blick auf die Vermögenslage zeigt, wie prekär die Situation ist: Der größte Aktivposten sind offene Kundenforderungen in Höhe von rund 450.000 Euro. Ob diese in vollem Umfang realisiert werden können, ist allerdings offen, so der AKV. Das Warenlager wurde im Zuge der Insolvenz massiv auf rund 59.000 Euro abgewertet, der Fuhrpark mit etwa 55.000 Euro angesetzt.
Auf der Passivseite entfallen rund 203.000 Euro auf Bankverbindlichkeiten und etwa 288.000 Euro auf Lieferantenforderungen. Der verbleibende Teil betrifft Dienstnehmeransprüche sowie Steuer- und Abgabenrückstände.
Keine Fortführung – Betrieb soll geschlossen werden
Eine Unternehmensfortführung wird nicht angestrebt. Laut AKV fehlt es an den notwendigen finanziellen Mitteln, um laufende oder neue Aufträge vorzufinanzieren. Das Unternehmen hat daher bereits im Insolvenzantrag seine Zustimmung zur Schließung des Betriebs erklärt. Mit der zeitnahen Eröffnung des Konkursverfahrens ist zu rechnen.
Symptom einer angespannten Bauwirtschaft
Der Konkurs der Herischko Dach GmbH ist kein Einzelfall, sondern reiht sich in eine Serie von Insolvenzen in der Bau- und Baunebengewerbebranche ein. Steigende Materialpreise, hohe Lohnkosten und eine nachlassende Auftragslage setzen insbesondere kleinere und mittelgroße Betriebe zunehmend unter Druck. Der Fall zeigt einmal mehr, wie schnell wirtschaftliche Rahmenbedingungen selbst junge Unternehmen in existenzielle Schwierigkeiten bringen können.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



