Salzburgs Überflieger Schuster braucht einen Tritt in den Hintern

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„Endlich!“ So lautete der erste Kommentar von Salzburg-Trainer Daniel Beichler zu Jannik Schusters erstem Bundesliga-Treffer. Der 19-Jährige hat beim 3:1-Sieg seiner Mannschaft gegen die Austria nach einer Ecke per Kopf zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen. Obwohl Tore zu schießen als Innenverteidiger nicht zu seinen Hauptaufgaben zählt, kein Zufall, dass es jetzt geklappt hat. Beichler: „Er ist dem Tor jetzt länger nachgelaufen, ist ein sehr kopfballstarker Spieler.“

So ganz glauben konnte es Schuster, der Sohn von Ex-Skispringer und Skisprung-Trainer Werner Schuster, nach dem Schlusspfiff noch nicht. Obwohl er den Treffer beinahe selbst angekündigt hatte: „Bei der Pressekonferenz am Vortag haben sie mich gefragt, wann endlich mein ersten Tor kommt. Ich habe gesagt ‚Hoffentlich bald‘. Das es jetzt so weit ist, ist natürlich top.“

Arschtritte für den Überflieger

Während Bruder Jonas (22) in die Fußstapfen des Vaters tritt und im Februar am Kulm erstmals auf ein Weltcup-Podest flog, heißt der Überflieger im Hause Schuster aktuell Jannik. Coach Beichler weiß, was er an ihm hat. Und wie man mit ihm umgehen muss: „Ich gehe sehr kritisch mit ihm um. Ab und zu braucht er auch einen Arschtritt – den bekommt er von mir.“ Schuster dankt es seinem Trainer mit Leistung – und jetzt auch mit dem Premieren-Tor. Aktuell scheint er im Abwehrzentrum gemeinsam mit Tim Drexler gesetzt. Beichler: „Wir sind auf der Innenverteidigerposition sehr jung und auch sehr gut besetzt. Die zwei haben es zuletzt sehr ordentlich gemacht.“

Auch wenn Salzburg im Meisterrennen jetzt alles wieder in eigenen Händen hat – über den Titelkampf will keiner so recht sprechen. „Es ist schwierig genug, alle Spiele zu gewinnen“, sagt Schuster. Beichler: „Wenn wir zwei Runden vor Schluss auch noch in dieser Position sind, dann können wir gerne darüber reden.“ Aktuell sei das Ziel, mehr Stabilität in die Mannschaft zu bekommen. Von Spiel zu Spiel und auch innerhalb einer Partie.

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„Wir dürfen nicht den Fehler machen, in Leichtsinn zu verfallen“, mahnt der Coach nach dem ersten Liga-Heimsieg 2026, „wir tun gut daran, cool zu bleiben.“ Fakt ist jedoch, dass Salzburg als Zweiter und nur einen Punkt hinter Leader Sturm wieder voll dabei ist – obwohl man vor nicht einmal zwei Wochen noch abgeschrieben war. Kapitän Mads Bidstrup bringt es auf den Punkt: „Das ist wirklich eine verrückte Liga.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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