
Die holländische Brau-Union-Mutter Heineken hat im ersten Quartal dank eines überraschend robusten Bierabsatzes die Erwartungen übertroffen, blickt wegen der Folgen des Iran-Kriegs aber besorgt auf den Rest des Jahres.
Der organische Umsatz stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 2,8 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro, wie der zweitgrößte Brauer der Welt am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit einem Zuwachs von 2,3 Prozent gerechnet.
Das Absatzvolumen legte organisch um 1,2 Prozent zu, Experten hatten hier eine Stagnation erwartet. Der Konzern warnte jedoch, dass durch den Krieg im Iran angetriebene Energiekosten und die Inflation die Nachfrage beeinträchtigen könnten. Heineken bestätigte seine Jahresprognose eines organischen Betriebsgewinnwachstums von zwei bis sechs Prozent.
Inflation drückt auf Durst
Der niederländische Konzern, zu dem Marken wie Henninger, Gösser, Tiger oder Sol gehören, hatte wegen des anhaltenden Drucks auf die Lebenshaltungskosten mit einem schwierigen Jahr gerechnet. Nun verteuern sich zudem die Energie für den Brauprozess und die Herstellung von Glasflaschen. „Der Welthandel ist komplexer und volatiler geworden, mit Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und die Kosten von Energie in bestimmten Märkten“, erklärte der scheidende Vorstandschef Dolf van den Brink. „Dies führt zu Inflationsdruck, der die Verbraucherstimmung mittelfristig beeinträchtigen könnte.“
Heineken hat bereits den Abbau von 6.000 Stellen angekündigt. Zudem sucht das Unternehmen einen neuen Vorstandschef, nachdem van den Brink im Jänner überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



