FATF-Bericht: Fortschritte bei Anti-Geldwäsche-Maßnahmen und Terrorismusfinanzierung

Wirtschaft

Österreich hat bei der aktuellen Prüfung der internationalen Anti-Geldwäschebehörde Financial Action Task Force (FATF) Fortschritte bei der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismus- und Waffen-Finanzierung gemacht. Das berichtet das Finanzministerium in einer Aussendung. Bei der fünften Länderprüfung, in der sich Österreich seit Anfang 2025 befand, sei das Ergebnis gegenüber der letzten Evaluierung im Jahr 2016 klar verbessert worden.

Im Februar wurde der österreichische Länderbericht im Rahmen der FATF-Plenarsitzung beschlossen und nunmehr veröffentlicht. Damit ist laut Ministerium die Evaluierung abgeschlossen. Österreich konnte sich gegenüber 2016 in vier der elf Kategorien verbessern. Zudem wurde erstmals die höchste Stufe („high effectiveness“) der vierstufigen Skala erreicht. Zwei Bewertungen gab es in der Kategorie „substantial effectiveness“ und acht in „moderate effectiveness“. Wobei hier zwei Bereiche von „substantial“ auf „moderate“ fielen.

Zufriedenheit bei Finanz-, Justiz- und Innenministerium

„Besonders erfreulich ist, dass zentrale Maßnahmen im Verantwortungsbereich des Finanzministeriums wie das Register der wirtschaftlichen Eigentümer und der Schutz des gemeinnützigen Sektors vor Missbrauch zur Terrorismusfinanzierung im internationalen Vergleich sehr positiv bewertet wurden“, wird Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) in der Aussendung zitiert. Gleichzeitig sei der Bericht „ein klares Signal, unsere gemeinsamen Anstrengungen konsequent fortzusetzen und die Instrumente laufend an neue Herausforderungen anzupassen“.

„Der Bericht attestiert Österreich bei der Ermittlung und Verfolgung von Terrorismusfinanzierung eine beträchtliche Wirksamkeit“, ergänzt Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ). „Die Zahl der Verurteilungen hat sich seit der letzten Prüfung deutlich erhöht.“ Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sagt dazu: „Die Spezialisten des Bundeskriminalamtes gehen gemeinsam mit der Justiz konsequent gegen Geldwäsche und damit gegen die organisierte Kriminalität vor. Dieser eingeschlagene Weg wird Schritt für Schritt weiter fortgesetzt.“

  MAN Truck & Bus steigerte Rendite von 4,3 auf 7,2 Prozent

„Die FATF als weltweit maßgebliche Instanz gegen illegale Finanzströme bestätigt unseren Kurs: Null-Toleranz gegenüber Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und eine konsequente Sanktionenaufsicht“, betont Helmut Ettl, Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA). Seit der letzten FATF-Prüfung hat die FMA die Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung tiefgreifend weiterentwickelt und kooperiert eng mit anderen Behörden. „Ein sauberer Finanzplatz ist kein Selbstzweck, sondern die Grundlage für Vertrauen und Glaubwürdigkeit unseres Wirtschaftsstandorts,“ sagt FMA-Vorständin Mariana Kühnel.

Die Presse hatte im August 2025 noch berichtet, dass der FATF-Zwischenbericht kritisch ausfallen dürfte. Demnach wurde Österreich in acht von den elf Kategorien eine „moderate“ oder „low effectiveness“ bescheinigt. Damit würde Österreich nur knapp an einer Graulistung vorbeischrammen, schrieb die Tageszeitung damals. Dies habe sich dann aber bis Februar geändert. Alle Kategorien, die zuvor noch als „low“ eingestuft waren, wurden laut Presse dann als „moderat“ bewertet. Die FATF kritisierte die Medienberichte dazu scharf, da der Bericht unter höchster Geheimhaltung stehe.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.