MAN Truck & Bus steigerte Rendite von 4,3 auf 7,2 Prozent

Wirtschaft

Die Traton Group hat das erste Quartal 2026 in einem schwierigen Marktumfeld gemeistert und blickt trotz Umsatz- und Ergebnisrückgängen optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf. Der Konzern, zu dem die Marken Scania, MAN, International und Volkswagen Truck & Bus gehören, verzeichnete einen Umsatz von 10,2 Milliarden Euro – ein Minus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das bereinigte operative Ergebnis sank auf 582 Millionen Euro, nach 646 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die operative Rendite ging um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent zurück. Belastend wirkten vor allem hohe Zollkosten in den USA, die im Vergleichsquartal 2025 noch nicht anfielen. Insgesamt bereinigt TRATON Sondereffekte von 521 Millionen Euro.

Absatz sinkt, Bestellungen steigen deutlich

Der Fahrzeugabsatz fiel im ersten Quartal um sechs Prozent auf 68.600 Einheiten. Dem steht jedoch ein kräftiger Anstieg beim Auftragseingang gegenüber: Mit 87.800 Fahrzeugen legten die Bestellungen um 18 Prozent zu. Die Book-to-bill-Ratio – das Verhältnis von Auftragseingang zu Auslieferungen – verbesserte sich auf 1,3 nach 1,0 im Vorjahr.

„Wir haben uns im ersten Quartal 2026 in einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfeld gut behauptet“, sagte Konzernchef Christian Levin. Besonders erfreulich sei die Entwicklung auf dem US-Markt für schwere Lkw: Der Auftragseingang der Marke International habe dort um gut 80 Prozent zugelegt. Auch die Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen nehme Fahrt auf – hier stieg der Absatz um 38 Prozent, die Bestellungen sogar um 45 Prozent.

Unterschiedliche Entwicklung bei den Marken

Die einzelnen Konzernmarken zeigten eine gemischte Performance: Scania hielt die bereinigte operative Rendite mit 11,0 Prozent nahezu stabil. MAN Truck & Bus verbesserte sich deutlich von 4,3 auf 7,2 Prozent, getragen von Umsatzwachstum und Kostensenkungen.

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Problematisch entwickelte sich hingegen International Motors: Die US-Tochter rutschte auf eine operative Rendite von minus 4,0 Prozent, nach plus 1,6 Prozent im Vorjahr. Hauptgründe waren der volumenbedingter Umsatzrückgang und die hohen Zollkosten. Volkswagen Truck & Bus in Brasilien verzeichnete einen Renditerückgang auf 10,2 Prozent, profitierte aber wie Scania von staatlichen Förderprogrammen.

Positiv wirkte sich konzernweit das wachsende Servicegeschäft aus: Der Anteil von Vehicle Services am Gesamtumsatz stieg auf 22 Prozent nach 21 Prozent im Vorjahr.

Prognose bestätigt – unter Vorbehalt

Finanzvorstand Michael Jackstein betonte die strikte Kostendisziplin des Konzerns: „Wir begegnen dem anhaltend schwierigen Marktumfeld weiterhin mit strikter Kostendisziplin.“ Dank des wachsenden Auftragseingangs bestätigte Traton die Jahresprognose: Für Absatz und Umsatz wird weiterhin eine Bandbreite von minus fünf bis plus sieben Prozent erwartet, die operative Rendite soll zwischen 5,3 und 7,3 Prozent liegen.

Allerdings steht die Prognose unter erheblichen Vorbehalten: Geopolitische Entwicklungen, insbesondere die US-Zollpolitik und der Krieg im Iran, könnten die Geschäftsentwicklung beeinträchtigen. Anleger und Analysten dürften vor allem beobachten, ob sich die positive Auftragsentwicklung in den kommenden Quartalen in höheren Auslieferungen und Erträgen niederschlägt.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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