Diskussion um Pensionserhöhungen: „Soziale Staffelung besser“

Politik

In der Diskussion um das Ausmaß der kommenden Pensionserhöhungen hat sich das gewerkschaftsnahe Momentum Institut für eine soziale Staffelung ausgesprochen. Als Argumentationshilfe wurden verschiedene Szenarien berechnet. „Um die Wirtschaft zu stützen, ist eine soziale Staffelung besser“, sagte Momentum-Ökonomin Miriam Frauenlob in einer Aussendung. Bei einer differenzierten Erhöhung könnten fünf von sechs Pensionierten den vollen Teuerungsausgleich erhalten, hieß es.

Regierung will bei Pensionen sparen

Die Bundesregierung will zur Budgetsanierung auch bei den Pensionen sparen, im kommenden Jahr soll das etwa 280 Millionen Euro bringen. Dazu müssten die Erhöhungen unter der Inflationsrate liegen, die konkrete Ausgestaltung ist noch offen. Momentum hat zwei Varianten mit und ohne sozialer Staffelung verglichen.

82 Prozent würden profitieren

Bei einer Staffelung würden die Pensionen unter 3.000 Euro gemäß der Inflation um 3,3 Prozent erhöht. Pensionen über 3.000 Euro bekämen eine feste Erhöhung von 99 Euro brutto monatlich. Im Jahr 2027 wäre der Anstieg pro Person damit bei 1.386 Euro gedeckelt, die geplante Einsparung herinnen. Fünf von sechs Pensionierte (82 Prozent) beträfe das nicht, sie würden also den vollen Ausgleich für die Teuerung bekommen.

Ohne soziale Staffelung rechnet Momentum mit einer Pensionsanpassung um 2,8 Prozent für alle. Mindestpensionistinnen und -pensionisten würden im Vergleich zum ersten Modell 91 Euro brutto im Jahr verlieren. Auch Menschen mit Durchschnittspension stiegen so schlechter aus. Höhere Pensionen würden hingegen ohne Staffelung stärker steigen.

Personen mit durchschnittlich 1.527 Euro Pension bräuchten jeden Euro für ihre Lebenshaltungskosten, sagte Ökonomin Frauenlob. „Sie kurbeln die Wirtschaft daher stärker an, weil sie fast ihre ganze Pensionserhöhung ausgeben müssen.“

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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