Korosec verteidigt Pensionsanpassung: „Das ist ja kein Geschenk“

Politik

Die Pensionserhöhungen von knapp drei Prozent sorgen weiter für politische Debatten. In der ZiB2 war dazu Ingrid Korosec, Präsidentin des Seniorenrates und des ÖVP-Seniorenbundes, zu Gast. Trotz Budgetdrucks verteidigte sie die aktuelle Anpassung und sprach sich zugleich für grundlegende Reformen aus.

Korosec zeigte sich mit der diesjährigen Anpassung grundsätzlich zufrieden. „Leistung muss sich lohnen“, sagte sie und verwies darauf, dass jahrelang bei höheren Pensionen Deckel eingezogen worden seien. Wer mehr eingezahlt habe, habe auch Anspruch auf eine höhere Pension. In den vergangenen Jahren sei dieses Versicherungsprinzip zugunsten anderer Gruppen vernachlässigt worden.

Zur Kritik, Pensionen würden das Budget übermäßig belasten, hielt Korosec fest, dass vieles, was in der Debatte als Pension bezeichnet werde, in Wahrheit Sozialleistung sei. „Das ist Armutsbekämpfung“, betonte sie mit Blick auf Ausgleichszulagen für Menschen mit sehr niedrigen Pensionen. Diese Leistungen seien notwendig, hätten aber mit dem eigentlichen Pensionssystem wenig zu tun.

Budget und Generationenfrage.

Dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teils geringere Lohnabschlüsse hinnehmen müssten, wies Korosec zwar nicht zurück. Ein Inflationsausgleich sei jedoch kein Geschenk, sondern diene nur dazu, Kaufkraftverluste auszugleichen. Eine solche Anpassung wünschte sie sich auch für Beschäftigte.

Gleichzeitig betonte sie, dass Pensionistinnen und Pensionisten sehr wohl zum Sparpaket beitragen würden. Für die laufende Budgetperiode seien Einsparungen von 8,4 Milliarden Euro vorgesehen. Keine andere Gruppe trage einen derart hohen Beitrag.

Reformen mit Weitblick.

Eine umfassende Pensionsreform hält Korosec für notwendig, warnte aber vor kurzfristigen Maßnahmen. Den Vorschlag, pauschal zwei Jahre länger zu arbeiten, lehnte sie klar ab. Stattdessen brauche es Modelle, die unterschiedliche Bildungs- und Erwerbsbiografien berücksichtigen. Angesichts von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz müsse Politik „über den Tellerrand denken“ und langfristige Lösungen entwickeln.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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