Signa-Pleite: Postsparkasse sucht einen Käufer

Wirtschaft

Die Postsparkasse, eines der bedeutendsten Jugendstilgebäude Wiens, steht zum Verkauf. Über die Eigentümerin, die Georg-Coch-Platz Immobilien GmbH & GmbH OG, wurde Mitte April ein Konkursverfahren eröffnet. Bei der ersten Tagsatzung am Handelsgericht Wien wurden heute, Mittwoch, Forderungen in Höhe von rund 324 Millionen Euro angemeldet. Mehr als die Hälfte davon wird derzeit noch bestritten.

Die Projektgesellschaft ist eine mittelbare Tochter der insolventen Signa Prime Selection AG und der Signa Prime Capital Invest GmbH. Das Unternehmen beschäftigt keine Mitarbeiter.

Internationaler Verkaufsprozess geplant

„Zentrale Aufgabe des Masseverwalters wird die bestmögliche Verwertung des Postsparkassengebäudes sein“, sagt Stephan Mazal von Creditreform, dem staatlich bevorrechteten Gläubigerschutzverband. Nach Einholung eines aktuellen Schätzgutachtens soll ein Immobilienmakler beauftragt werden, der einen möglichst großen internationalen Interessentenkreis anspricht.

Das achtgeschoßige Gebäude am Georg-Coch-Platz 2 im ersten Bezirk wurde 1904 bis 1906 von Otto Wagner als k.k. Postsparcassen-Amt errichtet und am 17. Dezember 1906 eröffnet. Es gilt als architektonisches Meisterwerk des Wiener Jugendstils.

Bis 2017 diente das Gebäude als Zentrale der Bawag P.S.K. Seit 2020 wird es als Wissenschaftscampus von der Universität für angewandte Kunst, der Johannes Kepler Universität Linz, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem Österreichischen Wissenschaftsfonds genutzt.

Über die Verfahrensdauer und die Befriedigungsaussichten für die Gläubiger kann derzeit keine Aussage getroffen werden.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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