Das war das KURIER SPEAK OUT Festival 2026

Wirtschaft

„Wir sind uns häufig nicht bewusst, wie gut es uns geht und was das ermöglicht – Strom kommt aus der Steckdose, Wasser aus der Leitung, das ist alles völlig selbstverständlich für uns. Bestseller-Autor Marc Elsberg zeichnete in seiner Keynote „Von EDEN ins BLACKOUT“ auf dem KURIER SPEAK OUT Festival am Dienstag im Wiener MuseumsQuartier nach, wie schnell ein einziges Ereignis zum Ausfall eines ganzen Systems führen kann.

Über 30 Expertinnen und Experten diskutierten auf der Veranstaltung über Innovation, nachhaltige Technologien und die Lösungen der Zukunft. Dazu kamen Impulsvorträge aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Hands-on-Workshops.

Chancen nutzen

Elsberg erläuterte, wie in unserer hochvernetzten Welt Ursache und Wirkung häufig auseinanderdriften, sowohl zeitlich und räumlich als auch betreffend der Domäne. Das heißt, eine Entscheidung in der Wirtschaft kann Jahrzehnte später in einer völlig anderen Weltgegend Auswirkungen auf die Biologie haben.

Sein Roman „Blackout“ illustriert dieses Phänomen für einen großflächigen Stromausfall, der binnen kurzer Zeit das komplette öffentliche Leben zusammenbrechen lässt. Ampeln fallen aus, Lifte bleiben stecken, die Kommunikation fällt aus und wenig später funktionieren auch Zahlungssysteme und Lebensmittelversorgung nicht mehr. Die Erderwärmung sei ein Beispiel, das aufgrund der großen Zeitabstände viel schwieriger vorstellbar sei. Der stark erhöhte CO2-Ausstoß seit Beginn der Industrialisierung habe unvorhersehbare Auswirkungen über Generationen hinweg.

„Im Spalt zwischen Ursache und Wirkung liegt die potenzielle Katastrophe, aber auch die Chance – und die können wir nutzen“, meinte Elsberg. Am Ozonloch, das durch ein gemeinsames weltweites FCKW-Verbot wieder verschwand, sehe man, dass wir Probleme auf globaler Ebene lösen können, wenn wir nur wollen.

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Blackout in Österreich unrealistisch

„Energie ist die Lebensader von Wirtschaft und Gesellschaft“, betonte Staatssekretärin Elisabeth Zehetner in ihrem Kurzvortrag. Ein großflächiger Blackout, wie in Elsbergs Roman beschrieben, sei in Österreich sehr unrealistisch, denn es gebe hierzulande viele „schwarzstartfähige“ Kraftwerke, die nach einem Stromausfall schnell und eigenständig wieder hochstarten können.

Wie gut Österreich auf einen möglichen Blackout vorbereitet ist, diskutierten auch Klaus Kaschnitz, Division Director bei Austrian Power Grid und Bernd Loacker, CTIO von Drei auf einem Panel. Sie waren sich einig, dass es hierzulande gute Vorsorge gebe und ein mehrtägiger, landesweiter Blackout ein  äußerst unwahrscheinliches Extremszenario sei.

Souveränität in Energie und Digitalisierung

Um Österreichs Energie-Souveränität zu sichern, ist weiterer Ausbau erneuerbarer Energien nötig. Über Herausforderungen und Lösungen im Bereich Windkraft und Solar sprachen Vera Immitizer, vom Bundesverband Photovoltaic Austria, Lukas Püspök von PÜSPÖK, Barbara Schmid von Österreichs E-Wirtschaft und Franz Zöchbauer von Verbund X auf einem Panel.

In der heutigen Gesellschaft sind digitale Kommunikationssysteme quasi genauso wichtig wie die Stromversorgung. Wie sich die EU in der Digitalisierung aufstellt und ihre Abhängigkeit von den USA reduzieren kann, diskutierte ein Panel mit Thomas Arnoldner, Deputy CEO der A1 Group, Wolfgang Ebner, CDO beim Bund, Ulrich Fleck, CEO der Certainity Gruppe und Rechtsanwalt Rainer Knyrim. 

Nachhaltig Bauen und Fortbewegen

Auch wie die Stadt der Zukunft aussehen wird, war am Dienstag Thema eines Panels. Dabei stellte Natalie Wierzbicki, Head of Corporate Sustainability bei der Porr AG gleich zu Beginn klar: „Die Zukunft von morgen wird nicht gebaut, wir werden sie gemeinsam entwickeln.“ Für sie braucht es in einer Großstadt wie Wien mehr verkehrsberuhigte Zonen wie in der …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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