Der umstrittene FIS-Boss Johan Eliasch: Ein Präsident ohne Volk

Sport

Sollte Johan Eliasch am Donnerstag in Belgrad als FIS-Präsident abgewählt werden, dann werden ihm nicht viele eine Träne nachweinen. Kaum jemand lässt noch ein gutes Haar an dem Glatzkopf, der britisch-schwedische Multimilliardär hat es geschafft, viele Skistars und nahezu alle großen Verbände gegen sich aufzubringen.

Wie Pippi Langstrumpf

Beim ÖSV steht man Johan Eliasch schon seit längerer Zeit kritisch gegenüber. Vor allem der Führungsstil des Unternehmers sorgte für Irritationen, denn Johan Eliasch praktiziert das Pippi-Langstrumpf-Prinzip nach dem Motto: Ich mach’ mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt.

Große Kluft

„Johan Eliasch war es gewohnt gewesen, dass er in seinen Firmen die Richtung vorgibt. Das funktioniert aber in einem Verband nicht“, moniert ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer im KURIER-Interview.

Die Kluft zwischen Johan Eliasch und dem Rest wird immer größer, wenige Tage vor dem FIS-Kongress in Belgrad wandte sich FIS-CEO Urs Lehmann ab, auch Alexandra Meissnitzer, die seit einem Jahr für die FIS tätig war, ging auf Distanz und übte in einem SN-Interview Kritik. Die Folge: Meissnitzer erhielt ein Anwaltsschreiben und wurde vom Kongress ausgeladen.

Plötzlich Georgier

Johan Eliasch kämpft verbissen um sein Amt, eine Abwahl wäre eine Watsch’n für den eitlen Milliardär, der gerne als Vorläufer über die Abfahrtspisten rast. Um sich irgendwie im Amt zu halten, tritt er bei der Wahl als Georgier an.

Die großen Verbände aus Österreich, Schweiz, Deutschland und Skandinavien haben sich längst auf einen neuen Präsidenten verständigt. 

Der Liechtensteiner Alexander Ospelt soll wieder Ruhe und Stabilität in die FIS bringen. „Ich glaube, dass viele den Wechsel herbeisehnen, und davon gehen wir auch aus, dass das passieren wird.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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