
Das erste Kapitel ist erledigt, das zweite folgt am Montag um 12 Uhr Ortszeit in Texas (19 Uhr MESZ). Im Stadion der Dallas Cowboys trifft Österreich im zweiten WM-Gruppenspiel auf Weltmeister Argentinien mit Superstar Lionel Messi.
Die Vorbereitungen dafür sind voll im Gange. Nach dem Rückflug in der Nacht nach dem Spiel am Dienstagabend (Ortszeit) folgte Mittwochmittag ein sogenanntes Spielersatztraining in Santa Barbara. Das ist in der Fußball-Fachsprache der Begriff für eine Trainingseinheit, bei der all jene Kaderspieler, die am Tag zuvor nicht oder nur wenig gespielt haben, voll belastet werden. Sinn der Sache: Auch sie sollen im Rhythmus bleiben, um bei einem möglichen Einsatz im nächsten Spiel die nötige Energie zu haben.
Wie alle im Rhythmus bleiben
Auf den einen oder anderen wird das auch zutreffen. Denn Ralf Rangnick wird sein Team gegenüber der Startelf vom 3:1-Sieg gegen Jordanien mit Sicherheit verändern. Zusätzlich zum Spielersatztraining absolvierten Kevin Danso und Carney Chukwuemeka am Mittwoch noch einige intensivere Läufe. Das Duo könnte tatsächlich gegen Argentinien in der Startelf stehen. Zumindest bei Danso wird das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zutreffen.
Jene Spieler, die gegen Jordanien im Einsatz waren, absolvierten am Mittwoch eine Regenerationseinheit. Soll heißen: Auslaufen, Ausradeln am Ergometer, Stretching, Physiotherapie.
Am Donnerstag bekamen die Spieler vom Teamchef einen freien Tag. Dazu gab es sowohl am Mittwoch, als auch am Donnerstag keinen Medientermin für die ÖFB-Kicker, die nicht nur physisch, sondern auch mental regenerieren sollen. Viele verbrachten die Freizeit mit ihren angereisten Familienmitgliedern.
Eineinhalb freie Tage
Training und Pressekonferenz gibt es am Freitag wieder. Eineinhalb freie Tage heißt aber nicht, dass beim ÖFB-Team alles ruht. Denn wie fast überall im Profifußball ist auch beim Nationalteam der Trainerstab am Arbeiten, wenn die Spieler frei haben.
Was Rangnick mit seinen Assistenten Lars Kornetka, Stefan Oesen, Onur Cinel und Tormanntrainer Michael Gspurning tut? Um Argentinien ging es nicht sofort. Zunächst einmal wurde das Jordanien-Spiel analysiert. Einzelne Szenen sollen den Spielern auch noch am Freitag präsentiert werden.
Parallel dazu läuft die Analyse vom Sieg der Argentinier gegen Algerien, im Zuge dessen arbeitet das Trainerteam einen detaillierten Matchplan aus. Das heißt: Wie will man gegen den Ball agieren, wie mit dem Ball und wie bei Standardsituationen. Konkret geht es darum, Mittel und Wege zu finden, wie man dem Weltmeister weh tun kann.
Was im Pressing anders ist
Im Fokus steht noch mehr als sonst unter Pressing-Papst Rangnick das Spiel gegen den Ball. Was da ausgearbeitet wird? Das Anlaufen der Argentinier muss schon allein deshalb anders aussehen als gegen Jordanien, weil der Weltmeister in seinem 4-3-3 das Spiel aus einer Viererkette in der Abwehr aufbaut und nicht wie Jordanien aus einer Dreier- bzw. Fünferkette.
Während die Jordanier also drei zentrale Innenverteidiger und nur zwei zentrale Mittelfeldspieler haben, ist es bei den Argentiniern genau umgekehrt. Soll heißen: Es geht um die Positionierung der Österreicher beim Attackieren, um möglichst viele Balleroberungen zu verzeichnen.
In weiterer Folge erst geht es um die Aufstellung. Denn erst, wenn man weiß, was der genaue Matchplan ist, wird der Trainerstab entscheiden, wer am besten dazu geeignet ist, diesen umzusetzen. Mehr als gegen Jordanien wird Rangnick danach gehen, …read more
Source:: Kurier.at – Sport



