
Freitag Vormittag lässt Trainer Johannes Hoff Thorup seine Grünen erstmals aufs Grün im Trainingszentrum. Bei den Kader-Analysen sind die beiden gleichen großen Baustellen wie 2025 zum Vorschein gekommen: Ein treffsicherer Mittelstürmer und ein topfitter, verlässlicher Sechser.
Warten auf Schlüsselspieler
Während ganz vorne Tonni Adamsen als Goalgetter helfen soll (und auch in den bald wieder einsatzfähigen Claudy Mbuyi große Hoffnungen gesetzt werden), muss der Trainer auf einen neuen defensiven Mittelfeldspieler warten.
Der Hintergrund?
Nach der Adamsen-Verpflichtung und der Rückkehr von Nicolas Bajlicz (durch eine günstige Rückkauf-Klausel) gibt es die Vorgabe, zuerst Spieler zu verkaufen. Das bestätigt Sportchef Markus Katzer im KURIER-Gespräch: „Vor möglichen Verkäufen gibt es keine weiteren Neuzugänge.“
Katzer musste sich nach dem fünften Platz mit dem teuersten Kader der Vereinsgeschichte viel Kritik anhören – intern, wie auch beim Mitgliedertreffen. Der 46-Jährige weiß, dass dieser Transfersommer nicht nur (wie üblich) finanziell sitzen muss, sondern auch inhaltlich.
Hoff Thorup befördert 6 Talente
Helfen sollte, dass Hoff Thorup ein Talenteförderer ist und zuerst auf den eigenen Nachwuchs blickt.
Neben Mittelfeldtalent Lorenz Szladits und Stürmer Moulaye Haidara, die vom Dänen bereits fix zum Profi-Kader gezählt werden, können sich in der Vorbereitung auch Flügelstürmer Tare Ekereokosu, 18, Rechtsverteidiger Eaden Roka, 18, und Innenverteidiger Kenan Muharemovic, 20, empfehlen.
Angebote für Music abgelehnt
Für U-19-Teamspieler Ensar Music gab es mehrere Angebote, aber der beste Standardschütze bei Rapid II – ein ewiges Problem bei den Profis – bleibt. Katzer: „Music rückt zu den Profis auf, weil wir an seine Zukunft bei Rapid glauben.“ Allerdings sollten bald konkrete Vertragsverhandlungen folgen – in einem Jahr läuft der Kontrakt mit dem Spielmacher aus.
Da auch einige Leihspieler zurückkehren und von Hoff Thorup eine ehrliche Chance bekommen, startet eine große Gruppe ins Training.
Noch fünf Ausfälle
„Noch sind aber fünf Spieler rekonvaleszent“, relativiert Katzer. Neben Mbuyi sind damit Jannes Horn, Martin Ndzie, Jean Marcelin und Daniel Nunoo gemeint.
Einige kehren demnächst zurück, bis zum ersten Pflichtspiel in fünf Wochen – so die Hoffnung – sollten alle fünf wieder voll fit sein.
Bei Nunoo, von dem Hoff Thorup begeistert ist, klingt die Verletzungsgeschichte ungewöhnlich. Der Flügelflitzer hat schon lange keine Schmerzen mehr, die Untersuchungsbilder mahnen aber zur Vorsicht.
Als Lehre aus der Vergangenheit – und weil Hoff Thorup das auch so will – wird in solchen Fällen kein Risiko mehr genommen. Katzer: „Die Verfügbarkeit der Spieler ist extrem wichtig, wir sind da am richtigen Weg.“
Transfers: Vier Kandidaten, ein Favorit
Und dann gibt es die große Frage nach den Verkäufen. Hoch gehandelt wird das Quartett Romeo Amane, Serge-Philippe Raux-Yao, Bendeguz Bolla und Nikolaus Wurmbrand.
Die Antwort nach dem aktuell begehrtesten Rapidler kommt schnell. Katzer: „Für Amane gibt es die meisten Anfragen, mehrere Vereine sind aktuell sehr interessiert.“
Katzer ist überzeugt, dass – wegen der WM später als gewohnt – noch viel Schwung in den Transfermarkt kommen wird: „Noch bewegt sich im Segment der Ablösen zwischen 5 und 15 Millionen wenig. Aber das ist nur eine Frage der Zeit, bis es in England richtig losgeht. Das große Geld kommt über England.“
Direkt oder über Umwege wird das dann auch Rapid betreffen.
Bolla würde extern ersetzt werden
Wenn Bendeguz Bolla am Ende der Transferzeit nicht mehr …read more
Source:: Kurier.at – Sport



