Frieden zwischen USA und Iran: Österreicher sind skeptisch

Politik

Die Österreicherinnen und Österreicher sind skeptisch, was das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran betrifft. Lediglich 22 Prozent glauben, dass dies das Ende des Krieges zwischen den beiden Staaten bedeutet. 58 Prozent sehen in den weiteren Angriffen Israels auf den Libanon eine Gefahr für den Frieden. 

Das ergab eine aktuelle Umfrage des Linzer Market Instituts vom 15. und 16. Juni.

Das Linzer Marktforschungsinstitut befragte 1.000 Österreicherinnen und Österreicher, repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren in Online-Interviews. Nur 22 Prozent – bei den Über-50-Jährigen sogar nur elf Prozent – glauben, dass mit der Unterzeichnung des Friedensabkommens der Krieg beendet wird. Jüngere und Männer sind etwas optimistischer, 35 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 30 Prozent der 30- bis 49-Jährigen sowie 27 Prozent der Männer sehen das Ende des bewaffneten Konflikts. 22 Prozent aller Umfrageteilnehmer – und damit laut Market ein auffällig hoher Anteil durch alle Altersgruppen hindurch – wollte keine Angabe zu der Frage machen.

Eine Gefahr für das Friedensabkommen sehen 58 Prozent in den fortgesetzten Angriffen Israels auf den Libanon. 15 Prozent verneinten dies und mehr als ein Viertel der Befragten äußerte sich dazu nicht.

Zwei Drittel sehen langsame Erholung der Wirtschaft

Zwei Drittel der Österreicher gehen davon aus, dass sich die österreichische Wirtschaft nur langsam von den Folgen des Iran-Krieges erholen wird, lediglich 15 Prozent glauben an einen raschen Aufschwung, wobei die Jüngeren optimistischer sind als die Älteren. Drei Viertel sind der Meinung, es werde länger dauern, bis die gefallenen Ölpreise an den Tankstellen zu spüren sein werden. Knapp 70 Prozent meinen, US-Präsident Donald Trump möchte mit dem Friedensabkommen Gutwetter für die Midterm-Elections in seinem Land machen. 65 Prozent finden, internationale Organisationen sollen das Friedensabkommen überwachen. 60 Prozent stimmten der Aussage zu, Trump hatte gar keine andere Möglichkeit, da er den Krieg nicht gewinnen konnte. Dass er mit seinem Einsatz den Friedensnobelpreis verdient hat, bejahten nur 19 Prozent, 57 Prozent lehnten diese Aussage vehement ab.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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