Ecke, Tor: Wie Österreich auch gegen Argentinien treffen will

Sport

Ob aus dem Spiel heraus etwas gelingt oder nicht: Über Standardsituationen ergeben sich für Fußballteams immer wieder gute Möglichkeiten, ein Spiel auf die eigene Seite zu ziehen. So war es am Mittwoch in Santa Clara, als Österreich gegen Jordanien mit  3:1 gewann und nach einem Eckball mit 2:1 in Führung ging. Und so könnte es umso mehr am Montag in Dallas sein, wenn das ÖFB-Team auf Argentinien trifft.

Vor der Partie gegen den Weltmeister tut es gut, zu wissen, dass man bei ruhenden Bällen etwas drauf hat. Dabei hat nicht viel gefehlt und die Österreicher hätten gegen Jordanien noch ein zweites oder sogar drittes Mal aus einem Eckball getroffen. Vor dem 2:1 wurde bereits ein Treffer von Marko Arnautovic wegen eines Handspiels von Stefan Posch aberkannt. Die schönste Eckball-Variante sei für Rangnicks Assistent Stefan Oesen, der für die Standardsituationen verantwortlich ist, aber eine andere gewesen.

„Bei diesem Corner wäre Stefan Posch um ein Haar völlig freistehend zum Kopfball gekommen.“ Xaver Schlager hätte Poschs Gegenspieler Al-Arab blocken sollen, kam aber nicht dazu, weil er selbst von einem Jordanier manngedeckt und blockiert wurde, so Oesen. Das sind die Kleinigkeiten, die für den Großteil der Fans und Zuseher oft unbemerkt bleiben, in einem Spiel aber den Ausschlag über Sieg oder Niederlage, Weiterkommen oder Ausscheiden geben können.

Arsenal als Vorbild

Vor allem durch die Stärke von Englands Meister Arsenal sei das Thema Standards im internationalen Fußball aktuell gehypt, so Oesen. Unglaublich, aber wahr: Die Londoner haben vergangene Saison bewerbsübergreifend 36 Tore aus Standardsituationen erzielt, 27 davon nach direkten Eckbällen.

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Auch beim Nationalteam wird dem Thema unter Teamchef Rangnick entsprechend Aufmerksamkeit geschenkt. „Wenn ich beim Ralf Trainingszeit für Standards eingefordert habe, hat er noch nie nein gesagt“, sagt Oesen.

Abläufe und Timing

Und so hat man speziell 2026 verstärkt daran gearbeitet. „Wir haben es so angelegt dass wir vor den beiden Testspielen im März und in der Phase vor dem Spiel gegen Tunesien am 1. Juni  viel an den Abläufen und am Timing trainiert haben.“ Nun werden pro Spiel zwei bis drei einstudierte Varianten eingeübt, die auf das Verhalten des Gegners abgestimmt sind.

Die Jordanier haben es so angelegt, dass zwei Spieler den zentralen Raum vor dem Tor gedeckt und alle anderen Spieler Manndeckung betrieben haben. Die Argentinier haben ihre Eckbälle laut Oesen bis März ganz genau so verteidigt. „Danach haben sie ihr Deckungsschema komplett umgestellt.“

Darauf werden sich die Österreicher einstellen. Geübt wird das oft im Abschlusstraining, das diesmal nicht in Santa Barbara stattgefunden hat, sondern am Sonntag in Dallas. Gleich bleiben wird vermutlich der erste Schütze mit Marcel Sabitzer. Doch auch Romano Schmid und Paul Wanner als Linksfuß bringen die Bälle meist gefährlich scharf und mit Effet zur Mitte.

Auch Einwürfe trainiert

Wenn die Rede von Standardsituationen ist, geht es aber nicht nur um Ecken, sondern immer mehr auch um Einwürfe. Oesen: „Wir haben auch viel am Einwurf trainiert. Im Mitteldrittel, damit wir uns besser frei machen.“

Wenn der Ball auf der Seite eingeworfen wird und dort alle Mitspieler des Einwerfers gedeckt werden, geht es darum, nach dem Einwurf mit ein, zwei Pässen auf die …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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