Die Schande von Gijon: Als Österreich Historisches gelang

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Es war der 21. Juni 1982, als Österreich bei der WM in Spanien Bekanntschaft mit Algerien machte. Nach dem hart erkämpften Auftaktsieg über Chile legten Hans Krankl, Herbert Prohaska und Kollegen nach und gewannen 2:0. Hans Krankl hat keine genauen Erinnerungen mehr an die Partie, dabei hat er für das 2:0 gesorgt.

„Wir haben in Oviedo gewonnen, mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. Außer, dass der Walter Schachner und ich getroffen haben“, beschränkt sich der Goleador auf das Wesentliche.

Herbert Prohaska kann immerhin berichten, „dass wir damals keine Probleme gegen sie hatten. Das erste Spiel gegen Chile war viel schwerer, Friedl Koncilia hat beim Stand von 0:0 einen Elfmeter gehalten.“

Schande von Gijon: Nichts ausgemacht

Bei Algerien spielte damals in Oviedo der junge Rabah Madjer, der 1987 mit dem FC Porto in Wien den Europacup der Meister gewann. War er 1982 gegen Österreich schon auffällig gewesen? Krankl: „Ehrlich, ich weiß gar nicht mehr, ob er gegen uns gespielt hat. Aber später wurde er mir als hervorragender Spieler natürlich zum Begriff.“

Der Sieg über Algerien hatte eine delikate Konstellation zur Folge, die letztlich zur Schande von Gijon führte. 

Österreich durfte im finalen Gruppenspiel gegen Deutschland nur knapp verlieren, Deutschland musste gewinnen. Nach dem 1:0 durch Horst Hrubesch wurde das Spiel zum Nichtangriffspakt, bei dem am Ende Algerien auf der Strecke blieb.

„Grauslich fades Ballgeschiebe“

Die FIFA reagierte und setzte ab dem Zeitpunkt die letzten Gruppenspiele bei einer Weltmeisterschaft stets zeitgleich an. Österreich gelang somit Historisches.

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Krankl versichert heute: „Ausgemacht war nichts. Aber natürlich war es ein grauslich fades Ballgeschiebe.“

Das ist Vergangenheit, meint Prohaska. Das Spiel der Nationalteam-Nachfolger bei der WM 2026 am Samstag gegen Algerien sei eine ganz andere Geschichte.

Krankl glaubt an einen Sieg der Rangnick-Truppe: „Auch wenn Algerien eine starke Mannschaft besitzt, Österreich hat ein gutes Teamgefüge und viel Qualität.“ Prohaska ergänzt: „Egal, wer bei der WM teilnimmt, bringt eine gewisse Klasse mit. Es wird kein Honigschlecken, aber das ist es auch nicht für Mannschaften, die gegen uns spielen.“

Prohaska erinnert sich zurück an seine Zeit als Teamchef und die WM 1998. Damals traf man mit Kamerun auf den Sieger des Afrika Cup. „Heute ist vieles anders. Man kriegt viel mehr Informationen über den Gegner, kann taktisch dadurch viel mehr ins Detail gehen.“ Chile, zweiter Gruppengegner der Österreicher 1998, hat man einmal bei einem Testspiel gegen England im Wembley-Stadion beobachten können. „Weitere Infos hat es damals nicht gegeben.“

Neue Rolle Algeriens

Ein Gijon 2.0 kann es in Kansas City nicht geben, weil diesmal Algerien selbst mitspielt und nicht in der Zuschauerrolle ist. Allerdings werden beide Teams rund 30 Minuten vor Anpfiff Bescheid wissen, auf wen man als Gruppenzweiter trifft, welche Auslosung auf den Gruppendritten wartet.

Und vor allem werden alle wissen, welches Resultat nötig ist, damit man als einer der acht besten Gruppendritten überhaupt in der Verlosung dabei ist.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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