
Vor dem Sechzehntelfinal-Spiel des WM-Co-Gastgebers Mexiko gegen Ecuador in Mexiko-Stadt haben Hunderte Menschen ein Fan-Fest in der nördlichen Stadt Monterrey gestürmt. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, wie Medien am Dienstag (Ortszeit) berichteten. Laut dem Sender Telediario wurden bei dem Gerangel mehrere Menschen verletzt. Aufregung gab es auch um homophobe Gesänge während der Partie im Aztekenstadion.
In Monterrey wurden die Zugänge des Geländes nach dem Erreichen der maximalen Kapazität von rund 100.000 Menschen gesperrt, berichtete die Zeitung „El Norte“. Das habe dazu geführt, dass Fans die Tore aufzubrechen versuchten, über die Zäune kletterten oder sie umstürzten. In Mexiko-Stadt versammelten sich Hunderttausende auf dem Zócalo-Platz und an der Prachtstraße Paseo de la Reforma, um sich das Spiel anzuschauen. Auch dort versuchten Fans, das Fan-Fest im historischen Zentrum der Stadt zu stürmen. In Guadalajara wurden laut dem Sender „Milenio“ mehrere Fans nach Ausschreitungen beim Fan-Fest festgenommen.
Homophobe Gesänge bei Sieg gegen Ecuador
Während des 2:0-Erfolgs der Mexikaner fielen laut Berichten Fans mit homophoben Gesängen auf. Die Anhänger sollen die Beleidigung im Aztekenstadion gezielt gerufen haben, wenn Ecuadors Torhüter Hernan Galindez beim Abstoß den Ball trat. Das Thema ist in Mexiko nicht neu. Rund drei Wochen vor WM-Beginn hatte der Weltverband FIFA bei einem Testspiel in Puebla Fanbereiche aus diesem Grund gesperrt.
Die WM steht in Mexiko unmittelbar vor dem Ende. Nach dem Duell Mexiko gegen Ecuador gibt es am Sonntag in Mexiko-Stadt noch ein Achtelfinale mit dem Gastgeber. Die letzten acht Partien ab dem Viertelfinale werden nur noch in den USA ausgetragen.
Source:: Kurier.at – Sport



