Bittere Pleite einer bekannten Pizzeria

Wirtschaft

„Seit über 35 Jahren gibt es das Fiorino im Herzen Wiens, auf der belebten Praterstraße. Durch die große Auswahl an italienischen, internationalen und saisonalen Spezialitäten ist das Fiorino bei Einheimischen und Touristen aus der ganzen Welt, egal ob Jung oder Alt, sehr beliebt. Unsere 5 verschiedenen Spareribs Sorten zählen zu den beliebtesten Speisen unserer Gäste“, heißt es auf der Homepage. „Im Fiorino wird noch fast alles selbst gekocht, mit großteils täglich frischen, qualitativ hochwertigen Produkten. Für die Pizza verwenden wir nur echtes italienisches Pizzamehl und bieten auch immer zwei verschiedene hausgemachte Pastasorten an. Die Fiorino Pizzen gibt es auch glutenfrei.“

Laut AKV wurde über die Seidl u. Zahlmayer Gesellschaft m.b.H., die Betreiberin der Pizzeria Fiorino, mit Sitz in der Wiener Praterstraße ein Insolvenzverfahren eröffnet. Laut Firmencompass hatte der Gastro-Betrieb zu besten Zeiten 17 Mitarbeiter. Über die Höhe der Schulden liegen noch keine Informationen vor. Der Betrieb ist bereits geschlossen.

Das sagt der Wirt zum Aus

„Über all die Jahre war es uns eine Freude, für Sie zu kochen, mit Ihnen anzustoßen und Sie in meinem Lokal willkommen zu heißen. Doch die letzten Jahre waren für die Gastronomie generell schwierig – und für das Fiorino im Besonderen.  Ich möchte Ihnen gerne erklären, warum ich schweren Herzens die Entscheidung getroffen habe zu schließen“, schreibt der Wirt. „Mit Corona hat sich das Ausgehverhalten unserer Gäste grundlegend verändert – eine Erholung, wie wir sie uns erhofft hatten, blieb aus. Als dann mit dem Ukraine-Krieg die Einkaufspreise und die Energiekosten explodierten, stand ich vor einer unmöglichen Wahl: Entweder ich gebe diese Kosten an meine Gäste weiter – oder ich trage sie selbst. Ich habe sie zu einem Großteil selbst getragen. Eine wirtschaftlich vernünftige Kalkulation war seither aber kaum mehr möglich.“

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Und weiter heißt es: „Der Umbau der Praterstraße 2023 und 2024 traf uns zusätzlich hart: Der Gastgarten, der uns so viele schöne Sommerabende beschert hat, war über lange Zeit stark beeinträchtigt. Die Personalkosten stiegen in nur zwei Jahren um fast 20 Prozent, ebenso wurde die Miete erheblich angehoben. Und zuletzt sorgte die Lage im Nahen Osten für eine spürbare Zurückhaltung bei unseren Gästen – alles Entwicklungen, auf die ich keinen Einfluss hatte.“

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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