
Es ist ein historisches Match, das die Spielerinnen des österreichischen U19-Nationalteams heute Abend in Sarajewo gegen ihre deutschen Altersgenossinnen bestreiten (20 Uhr/live ORF Sport+). Noch nie war ein österreichisches Nachwuchs-Frauenteam bei einer Europameisterschaft bis ins Halbfinale gekommen.
Kein Wunder
Überrascht sind die Fußballerinnen von ihrer Leistung aber überhaupt nicht. „Überrascht sind wahrscheinlich nur Außenstehende“, sagt Kapitänin Valentina Illinger abgeklärt. Die 18-Jährige kennt schon einige der deutschen Gegnerinnen von früheren Begegnungen und verspüre „eine Riesen-Vorfreude“, wie sie sagt.
Teamkollegin Alina Kerschbaumer merkt wie die Kapitänin ein „gestiegenes Interesse“ aufgrund der Erfolge in der Gruppenphase gegen Island und die Schweiz. Im letzten Gruppenspiel gegen Spanien verlor das Team von Markus Hackl nur knapp mit 1:2.
Goldener Jahrgang
Ein „außergewöhnlich guter Jahrgang“ sei es, mit dem er gerade arbeiten kann, sagt Hackl. Die meisten Spielerinnen kommen aus der ÖFB-Frauen-Akademie und spielen in der österreichischen Frauen-Bundesliga.
Der Teamchef ist voller Zuversicht, dass der Plan, mit dem sein Team in die Europameisterschaft in Bosnien-Herzegowina gegangen ist, auch der richtige für das Halbfinale ist. Man werde weiter auf das bewährte Angriffspressing setzen und versuchen, die leicht favorisierten Deutschen zu Fehlern zu zwingen. Verzichten muss er auf Anna Osl und Sara Grabovac wegen Knieverletzungen.
Ein Auge auf die Partie werden auch der Teamchef des A-Teams, Lars Söndergaard, und ÖFB-Nachwuchsleiter Sebastian Prödl werfen. „Ich habe dieses Team schon längere Zeit verfolgt. Es steckt sehr, sehr viel Potenzial in ihnen“, sagt Söndergaard. Er erwartet ein „Spiel auf Augenhöhe“.
Das andere Halbfinale bestreiten schon um 16 Uhr Spanien und Schweden. Das Finale findet am Freitag, 18 Uhr in Sarajewo statt (live ORF Sport+).
Source:: Kurier.at – Sport



