
Auch nach der fünften Saison außerhalb der Top-3 in der Tabelle zieht Rapid. Bereits über 10.000 Abos haben die Hütteldorfer abgesetzt – obwohl es weder Grund für Euphorie, einen Aufreger wie 2025 das Werben um Marko Arnautovic oder den Ausblick auf nahe Millioneneinkäufe gibt.
Rapid schreibt wie vom KURIER berichtet aktuell rote Zahlen und muss zuerst Transfererlöse lukrieren.
Adamsen hat sich schnell integriert
Wer nach ein paar freien Tagen in Dänemark bei seiner Lebensgefährtin und dem frischgeborenen ersten Sohn Lauge zurück im Trainingslager in Freistadt bereits bestens integriert wirkt, ist Tonni Adamsen. Der 31-Jährige wurde von Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup überzeugt, den ersten Schritt im Ausland in Wien zu machen.
„Wir müssen unser Spiel so designen, dass wir die Stärken von Tonni und den anderen Stürmern bestmöglich einsetzen“, sagt Hoff Thorup.
Mit acht Angreifern
Wie Rapid kommende Saison performen wird, ist noch schwer abschätzbar. Und sehr wahrscheinlich wird die Startelf nach dem Ende der Transferzeit Anfang September anders aussehen als zu Saisonbeginn.
Aber eines lässt sich ohne Risiko ankündigen: Die Fans erwartet eine sehr offensive Spielweise.
In Freistadt steht – nach einer Woche, in der stärker am Defensivspiel gearbeitet wurde – ganz klar die in der Vorsaison enttäuschende Offensive im Fokus. In den Übungen lässt das Trainerteam gleich acht Spieler angreifen, nur zwei Innenverteidiger sollen rein auf die Defensive bedacht sein.
Ebenfalls neu ist das Ende der Trainingseinheiten: Direkt danach gibt es auf einem großen Bildschirm die wichtigsten Szenen – gefilmt von einer Drohne – zu sehen, versehen mit Lob und Kritik vom Chefcoach.
Was besonders oft zu hören ist? „Räume nutzen! Schneller kombinieren und nicht zu kompliziert werden!“ Bei der Hauptkritik des Dänen, der auch einige Sequenzen lobt, geht es um die Positionierung der vielen Angreifer: „Wir sehen zu selten, was gleich passieren wird.“
„Vor dem Tor richtig stark“
Keine Diskussionen gibt es um die Abschlussqualität von Adamsen: Der Goalgetter lässt kaum eine Chance ungenutzt, vor allem der erste Kontakt mit dem linken Fuß erklärt die 89 Scorerpunkte in vier Jahren für Silkeborg.
„Vor dem Tor ist Tonni richtig stark“, fühlt sich Hoff Thorup im intensiven Werben um den Hoffnungsträger bestätigt.
Der Coach betont, dass er den Spielern abseits des Trainingsfeldes, zurück im ums Eck liegenden Mannschaftshotel „Freigold“, auch bewusst andere Szenen zeigt: „Uns ist das Verhalten auf dem Rasen wichtig. Als Yusuf Demir im letzten Test den Ball am Strafraum verloren hat, ist er 80 Meter zurückgesprintet. Genau solche Highlights heben wir auf Video hervor.“
Zwei Rückkehrer
Für immerhin 30 Minuten konnten am Mannschaftstraining Andrija Radulovic (nach einer Knieblessur) und Jean Marcelin teilnehmen. Innenverteidiger Marcelin hat sich vor elf Monaten einen Muskelabriss zugezogen.
„Horn und Mbuyi sollten auch noch während des Trainingslagers zurück im Training sein“, kündigt Hoff Thorup an.
Schöller als Leader
Eine Änderung gibt es noch: Die Trainer glauben, dass es der Mannschaft guttun wird, rund um Kapitän Matthias Seidl eine vergrößerte „Gruppe der Anführer“ zu bilden.
Neu dabei ist Jakob Schöller: „Jakob ist mit 20 Jahren noch kein Vollzeit-Kapitän, aber er bringt alles mit, um sich zum Leader zu entwickeln“, sagt Hoff Thorup, der einen weiteren Spieler noch mit dem Aufstieg in die „Chefgruppe“ überraschen …read more
Source:: Kurier.at – Sport



