Rachegelüste, Rote Fahnen, Menschenmassen: Wie der Iran Khamenei verabschiedet

Politik

Die öffentlichen Trauerfeierlichkeiten für den am 28. Februar von den USA und Israel getöteten obersten iranischen Führer Ayatollah Ali Khamenei begannen bereits am vergangenen Freitag in Teheran und dauern noch bis Donnerstag an. Anhänger der Islamischen Republik skandierten dabei „Tötet Trump“ und „Tod für Amerika“. Auf Plakaten forderten sie Rache für die Tötung. Viele Trauernde waren schwarz gekleidet, einige trugen rote Fahnen – im schiitischen Islam ein Symbol für Rache.

Nach Geschlechtern getrennt

Am Samstag strömten Frauen und Männer, streng nach Geschlechtern getrennt, zum großen Moscheekomplex Musalla. Nachdem der Sarg des Ayatollah zunächst in einem Saal aufgebahrt worden war, wurde er anschließend gemeinsam mit den Särgen seiner Tochter, seines Schwiegersohns, seiner Schwiegertochter und seiner 14 Monate alten Enkelin im Freien aufgebahrt. Sie alle waren bei Luftangriffen der USA und Israels getötet worden.

Sechs Tage lange Trauerfeier

Modschtaba Khamenei, derzeit oberster geistlicher Führer des Iran und Sohn Khameneis, blieb den Trauerfeierlichkeiten allerdings fern. Berichten zufolge soll er bei demselben Angriff, bei dem sein Vater getötet wurde, verletzt worden sein. Er trat bislang nicht öffentlich auf und kommunizierte lediglich über schriftliche Erklärungen.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna nahmen Millionen Menschen an den Trauerfeierlichkeiten teil. Genaue Teilnehmerzahlen wurden jedoch nicht genannt.

Bis Montag blieb Ali Khameneis Leichnam in Teheran. Am Dienstag, dem vierten Tag der Trauerfeierlichkeiten, wurde das Totengebet in der Stadt Ghom, dem Zentrum der schiitischen Geistlichkeit des Landes, vom 93 Jahre alten Kleriker Abdullah Javadi-Amoli gesprochen. Luftaufnahmen zeigten Menschenmassen in der Pilgerstadt.

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Am Mittwoch sind Zeremonien im Nachbarland Irak geplant, ehe Khamenei am Donnerstag in seiner Heimatstadt Mashhad beigesetzt werden soll. Insgesamt soll die Trauerfeier sechs Tage lang dauern.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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