Heimische Betriebe: Stimmung steigt, Investitionen stagnieren

Wirtschaft

Nach einer längeren Flaute blicken Österreichs Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft. Dem aktuellen WKÖ-Wirtschaftsbarometer zufolge verbesserten sich die Aussichten bei Auftragslage, Umsatz, Kapazitätsauslastung und Beschäftigung. Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Investitionsbereitschaft der heimischen Betriebe verhalten, wie die Befragung von über 4.300 Unternehmen im Mai/Juni 2026 zeigt. Besonders kleinere Firmen äußerten sich zurückhaltend.

Kleinere Firmen beurteilten Entwicklung zurückhaltender

Grundlegend zeichnet sich im Vergleich zu den vergangenen Erhebungen laut WKÖ in mehreren Bereichen eine „Trendwende“ ab. Demnach rechne mittlerweile jedes fünfte Unternehmen mit einer besseren Auftragslage in den kommenden zwölf Monaten – der höchste Wert seit der Winterbefragung 2021. Auch Umsätze würden sich positiv entwickeln: Mehr als ein Drittel der Unternehmen prognostizieren steigende Umsätze, lediglich 21 Prozent erwarten einen Rückgang.

Die Kapazitätsauslastung dreht ebenfalls ins Plus. Zudem plant ein Fünftel der befragten Unternehmen, zusätzliche Beschäftigte einzustellen – eine deutliche Verbesserung gegenüber den vergangenen Befragungen. Vor allem größere Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten äußerten sich zuversichtlich, insbesondere in Bezug auf Umsatz und Kapazitätsauslastung. Kleinere Firmen beurteilten ihre Entwicklung hingegen deutlich zurückhaltender.

Unterschiedliche Dynamik

Unterschiede zeigen sich jedoch zwischen den Branchen: Im verarbeitenden Gewerbe verbesserten sich die Erwartungen zur Auftragslage deutlich. Auch Handel und Dienstleistungssektor zeigen positive Entwicklungen, vor allem bei Beschäftigung und Investitionen. Die Bauwirtschaft hingegen bleibt von der Trendwende unberührt und weist in allen Bereichen negative Erwartungssalden auf.

Ebenfalls keine Trendwende ist bei den Investitionen in Sicht. „Rund 23 Prozent der Betriebe planen eine Ausweitung ihres Investitionsvolumens, mehr als ein Drittel rechnet hingegen mit einem Rückgang“, heißt es in der Aussendung. Bei den Investitionsmotiven steht vor allem der Ersatz bestehender Betriebsmittel im Vordergrund. Knapp ein Viertel plant in den kommenden zwölf Monaten „überhaupt keine Investitionen“ – als Hindernisse wurden die „allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit (44 Prozent), ein unzureichender Absatz- und Marktausblick (41 Prozent) sowie unklare politische und regulatorische Rahmenbedingungen (25 Prozent)“ genannt.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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