W & W: Austrias überraschende Europacup-Helden

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Als Austria-Trainer Stephan Helm im KURIER-Interview ankündigte, die Fans können sich in der neuen Saison „auf einige neue Gesichter“ freuen, da dachte er wohl selbst nicht, dass das so schnell wahr werden würde. Die Veilchen besiegten im ersten Pflichtspiel der Saison Liepaja aus Lettland auswärts mit 2:0. Mit Florian Wustinger und Moritz Wels erzielten gleich zwei Spieler ihre ersten Treffer im violetten Dress. Beide sind bei der Austria nicht wirklich neu, aber irgendwie doch.

Florian Wustinger ist 23 Jahre jung, sein Debüt für die Austria-Profis feierte er 2022. Trotzdem absolvierte er in Lettland erst sein 17. Pflichtspiel für die Veilchen. In der Zwischenzeit hat er sich drei Mal das Kreuzband gerissen – und drei Mal wieder zurück gekämpft. Sein letztes Comeback gab er Ende der letzten Saison. Dass er jetzt gleich in der Startelf stand, war für einige überraschend. Doch mit dem Tor und einer starken Vorstellung rechtfertigte er seine Aufstellung.

„Ich hab einfach draufgehaut“, beschrieb er seinen Premieren-Treffer, „ich freue mich riesig.“ Die Freistoßvariante sei einstudiert gewesen, das Tor auch befreiend für die ganze Mannschaft. „Das hat uns richtig gut getan.“ Im Team gibt es keinen, der Wustinger den Treffer nicht gönnt. „Ich freu mich so für ihn“, sagte auch Kapitän Manfred Fischer, „wir sind happy, dass wir ihn endlich wieder haben.“

Der Weg zurück sei schon „extrem hart“ gewesen, blickte Wustinger auf seine lange Leidenszeit zurück. Voll fit war der Eigenbauspieler zuletzt 2022 in eine Saison gestartet. Damals riss er sich im Europacup gegen Fenerbahce erstmals das linke Kreuzband. Ein Jahr später, bei seinem ersten Einsatz für den Kooperationsverein Stripfing wiederholte sich das Unglück – wieder links. Im Jänner 2025 war im Trainingslager in der Türkei das rechte Knie dran. Wustinger: „Ich habe mich zurückgekämpft. Jetzt bleibe ich gesund für immer und genieße jede Woche.“

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Eine ganz andere Geschichte kann Moritz Wels erzählen. Der 21-Jährige kam 2023 von Sturm zur Austria. Im Vorjahr wurde er dann an die WSG nach Tirol verliehen, um mehr Spielpraxis sammeln zu können. Wels spielte einen tollen Herbst mit den Tirolern. So toll, dass im Winter beinahe schon eine Rückholaktion gestartet wurde. Im Sommer war es dann so weit. Auch wenn ein Stammplatz alles andere als garantiert war – Wels war und ist fest entschlossen, will sich bei der Austria durchsetzen. Das erste Tor in Lettland ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Nach seiner Einwechslung zur Pause habe er dem Spiel „etwas sehr Positives geben können“, lobte Trainer Helm. „Es hat sich natürlich sehr gut angefühlt“, gab Wels zu Protokoll. Das Jahr in Tirol war für ihn jedenfalls sehr lehrreich. „Ich bin dort sicher gereift. Wenn man ein Jahr Bundesliga spielt, dann erlebt man schon einiges. Da wird man im Kopf sicher klarer.“

Weiter geht es für die Austria am Sonntag. In der ersten ÖFB-Cup-Runde müssen die Veilchen beim Wiener Sport-Club antreten (18 Uhr/live auf ORF 1). Trainer Helm hat bereits die eine oder andere Rotation angekündigt. Das Rückspiel gegen Liepaja steigt am Donnerstag in der Generali Arena (20.30/live in ORF 1).

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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