Schutzschirm-Verfahren: Batterie-Hersteller Varta meldet Insolvenz an

Wirtschaft

Der deutsche Batteriehersteller Varta mit Sitz in Ellwangen ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Stuttgart prüft derzeit die Insolvenzanträge des Unternehmens, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte. Wie ein Varta-Sprecher dem KURIER bestätigte, wurde mittlerweile ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung gewilligt.

„Anders als im regulären Insolvenzverfahren bleibt dabei die unternehmerische Verantwortung in den Händen der Geschäftsführung, die die Sanierung selbst steuert (“Eigenverwaltung„). Dem Unternehmen wird ein Sachwalter vom Gericht zur Seite gestellt, der – vergleichbar einem Aufsichtsrat – die Sanierung begleitet“, heißt es auf der Homepage des deutschen Beratungsunternehmens Deloitte. „Während einer gut vorbereiteten Eigenverwaltung bzw. einem Schutzschirmverfahren wird über das Unternehmen eine Schutzglocke gesetzt. Damit gewinnen die Verantwortlichen Zeit und Ruhe, um die notwendigen Maßnahmen zur Unternehmensgesundung gemeinsam mit erfahrenen Sanierern zu entwickeln und auf den Weg zu bringen.“

Fakt ist aber auch: Das Verfahren markiert einen weiteren Rückschlag für Varta, das Unternehmen hat bereits in der Vergangenheit mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Damit steht der Konzern offenbar vor der Zerschlagung.

An Varta sind der österreichische Investor Michael Tojner und der Sportwagenbauer Porsche jeweils zu 50 Prozent beteiligt. Beide Anteilseigner waren nach Medieninformationen nicht mehr bereit, das erneut in Schieflage geratene Unternehmen mit frischem Kapital zu stützen.

Nun zeichnet sich eine Aufteilung des Konzerns ab: Die wichtigsten Gläubiger, darunter die Deutsche Bank und mehrere Hedgefonds, wollen das profitable Geschäft mit Haushaltsbatterien übernehmen. Tojner hat unterdessen Interesse am Geschäft mit Mikrobatterien signalisiert – dazu zählen etwa Knopfzellen für Hörgeräte.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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