
Die Rückkehr von Carlos Alcaraz auf die ATP-Tour verzögert sich weiter. Das letzte Mal bestritt der Spanier ein Turnier Mitte April in Barcelona. Dort musste er aufgrund einer Handgelenksverletzung vorzeitig w. o. geben. Das Turnier in Montreal ließ er bewusst aus. Nun fällt auch sein geplantes Comeback in Cincinnati ins Wasser. Den Sieg aus dem Vorjahr kann der 23-Jährige damit nicht verteidigen und die viermonatige Zwangspause des Spaniers findet vorerst kein Ende.
Nur drei Wochen vor den US-Open gibt Alcaraz den Veranstaltern in Cincinnati seine Absage bekannt. „Wir wissen, dass Carlos alles dafür tut, was er kann, um so bald wie möglich wieder an Turnieren teilnehmen zu können“, sagte der Turnierdirektor von Cincinnati, Bob Moran. „Wir wünschen ihm alles Gute für seine Genesung.“
In den USA befand sich Alcaraz in den vergangenen Wochen trotzdem. Dort unterstützte er euphorisch sein Heimatland Spanien bei der Fußball-WM und feierte mit ihnen den Titel.
Von Alcaraz‘ Absage für Cincinnati profitiert einer besonders: Alexander Zverev. Der Deutsche liegt in der Weltrangliste seit dieser Woche wieder wenige Punkte hinter dem Spanier auf Platz drei. Zverev, der beim Turnier in Montreal um den Sieg mitspielt, könnte den 23-Jährigen schon bald wieder überholen.
Als Titelverteidiger in Ohio verliert Alcaraz 1.000 Ranking-Punkte aus dem Vorjahr. Ob der siebenfache Grand-Slam-Champion bei den US-Open spielen wird, ist angesichts seiner jüngsten Absage noch ungewiss. Für ihn wäre es doppelt bitter, denn er könnte seinen Erfolg vom letzten Jahr nicht wiederholen und würde 2.000 weitere Weltranglisten-Punkte einbüßen. Zverev hat aufgrund seines Drittrunden-Ausscheidens in New York City letztes Jahr wenige Punkte zu verteidigen und könnte daher einiges auf den Spanier gutschreiben.
Im Gegensatz zu Alcaraz wird der Weltranglisten-Erste Jannik Sinner in Cincinnati an den Start gehen. Er nutzt das Turnier in Ohio als einen letzten Härtetest vor dem finalen Grand-Slam des Jahres in den USA.
Source:: Kurier.at – Sport



