
Mit durchwegs zufriedenen Gesichtern kehrten die Austrianer am Freitag aus Rumänien nach Hause. Der 2:1-Erfolg gegen Beitar Jerusalem im Hinspiel von Q3 in der Conference League war nach dem 0:3-Fehlstart gegen den WAC in der Bundesliga Balsam auf der violetten Seele. Die beiden Youngsters Vasilije Markovic (18) und Sanel Saljic (20) haben mit ihren Traumtoren das Spiel gedreht und die Türe zum Play-off geöffnet. Vor dem Rückspiel am Donnerstag wartet in der Liga allerdings noch der Schlager gegen Meister LASK am Sonntag.
Was die Veilchen vom Ausflug nach Rumänien neben dem Sieg noch mitgenommen haben:
Die Erkenntnisse
„Eine Sache, die ich gegen Beitar gesehen habe, war, dass die ganze Mannschaft mit unserem Weg committed ist“, verriet Trainer Stephan Helm. Was er damit meint? Die Austria rotiert von Spiel zu Spiel ordentlich durch, auch die jungen Spieler bekommen ausreichend Spielzeit. Helm: „Und da ist es einfach so, dass jeder Spieler, der auf dem Platz steht, in seiner Rolle der Verantwortung gerecht werden muss.“ Kurz zusammengefasst: Alle ziehen an einem Strang.
Auch die klare Leistungssteigerung nach der Pause sieht der Coach als positiv. „Es ist statistisch erwiesen, dass wir nach der Pause oft positive Ergebnisse schaffen.“ Gegen die Israelis hat unter anderem die Umstellung auf eine Viererkette zur Wende geführt. „Das ist sicher eine Stärke der Mannschaft, dass sie eine gewisse Flexibilität hat, Dinge zu verändern.“
Eine weitere Erkenntnis aus dem Europacup ist die Kondition. „Es ist offensichtlich, dass wir eine fitte Mannschaft haben“, lobt der Trainer. Nachsatz: „Und trotzdem müssen wir uns hinterfragen, was wir gleich von Start weg besser machen können.“
Abwehr-Routinier Aleksandar Dragovic hat sein Comeback gefeiert – mit Kopfschutz. Auch Ibrahim Buhari und Johannes Handl könne er immer mehr Einsatzminuten geben, betonte der Trainer. Zudem könnte Torjäger Johannes Eggestein bis Sonntag wieder einsatzbereit sein.
Der Transfermarkt
Auch Sportvorstand Tomas Zorn zeigte sich nach dem gelungenen Auftritt der Violetten zufrieden. „Wir können einen Rückstand aufholen und wir haben gesehen, dass der Trainer das Spiel noch beeinflussen kann“, spricht er die taktischen Änderungen an. Die Hoffnung ist groß, dass der Aufstieg ins Play-off gelingt. Die Hoffnungen auf Neuzugänge muss Zorn jedoch dämpfen. Derzeit sei man „wirtschaftlich nicht handlungsfähig genug, um Verstärkungen von außen zu holen“. Heißt im Klartext: Einen neuen Spieler wird es nur dann noch geben, wenn zuvor ein anderer verkauft wird. Danach sehe es in den nächsten Tagen aber nicht aus.
Source:: Kurier.at – Sport



