Wienerberger-Chef Heimo Scheuch tritt zurück

Wirtschaft

Heimo Scheuch (59), Chef des börsenotierten Ziegelherstellers Wienerberger, hat sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegt. Das teilte der Konzern Montag Nachmittag ad hoc mit. Genannt werden gesundheitliche Gründe. „Nach mehr als 17 Jahren an der Spitze des Unternehmens hat er den Aufsichtsrat um die vorzeitige Beendigung seines Mandats gebeten“, hieß es. Der Aufsichtsrat sei diesem Wunsch nachgekommen. Gerhard Hanke, COO Zentral & Ost und stellvertretender CEO, sei mit sofortiger Wirkung zum Interim-CEO ernannt worden. Das Unternehmen leite nun eine strukturierte Suche nach einem langfristigen Nachfolger ein.

Heimo Scheuch war seit 2009 als CEO von Wienerberger tätig. In dieser Zeit hat er das Unternehmen von einem traditionellen Ziegelhersteller hin zu einem führenden internationalen Anbieter innovativer und ökologischer Baumaterial- und Infrastrukturlösungen in Europa und Nordamerika entwickelt. Unter seiner Führung hat der Konzern seine geografische Präsenz deutlich ausgebaut und neben dem Kerngeschäft im Bereich der Gebäudehülle eine starke Marktposition bei Infrastrukturlösungen für Wasser- und Energiemanagement erarbeitet.

Gerhard Hanke verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Wienerberger. Von 2021 bis 2025 war er CFO, seit März 2025 ist er COO Zentral & Ost und seit Juni 2026 stellvertretender CEO. Die Zuständigkeiten von Dagmar Steinert, CFO, und Harald Schwarzmayr, COO West, bleiben unverändert.

Wienerberger wird seine Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 wie geplant übermorgen, Mittwoch, präsentieren. Die Aktie gab in einer ersten Reaktion um 1,66 Prozent nach.

Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent weltweit und Marktführer bei Tondachziegeln in Europa sowie bei Betonflächenbefestigungen in Osteuropa. Bei Rohrsystemen (Steinzeug- und Kunststoffrohre) gehört das Unternehmen zu den führenden Anbietern in Europa und bei Fassadenprodukten zu den führenden Anbietern in Nordamerika. Mit gruppenweit mehr als 200 Produktionsstandorten erwirtschaftete der Konzern im Jahr 2025 einen Umsatz von 4,6 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis von 754 Mio. Euro.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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