US-Vorwahlen stellen Trumps Einfluss auf die Probe

Politik

Bei Vorwahlen in mehreren US-Bundesstaaten haben sich am Dienstag teilweise Kandidaten vom linken und rechten Flügel ihrer Parteien durchgesetzt. Die Ergebnisse in South Carolina, Minnesota, Wisconsin und Alabama gelten als wichtiger Test für den Einfluss von Präsident Donald Trump auf die Republikanische Partei und zeigen zugleich die tiefen Gräben innerhalb der Demokraten. Im Fokus stand die Wahl in South Carolina um den Senatssitz des verstorbenen Lindsey Graham.

Dessen Schwester, Darline Graham, zog Prognosen von Medien zufolge in die Stichwahl um die republikanische Nominierung ein. Sie tritt am 25. August gegen den Kongressabgeordneten Ralph Norman an. Keiner der zehn Kandidaten erreichte die nötige Mehrheit von 50 Prozent. Darline Graham, die politisch unerfahren ist, war nach dem unerwarteten Tod ihres Bruders zur Übergangssenatorin ernannt und von Präsident Trump unterstützt worden. Kritiker sprachen von dem Versuch einer „Krönung“ allein aufgrund des bekannten Namens. Mit rund 33 Prozent der Stimmen lag Graham zwar vorn, das Ergebnis deutet jedoch auf erhebliche Vorbehalte in der Partei hin.

Unternehmer Lindell will Gouverneur werden

In Minnesota bewarb sich der von Trump unterstützte Unternehmer Mike Lindell um die Nominierung der Republikaner für das Gouverneursamt. Lindell ist ein prominenter Verfechter der unbelegten Behauptung, die Präsidentschaftswahl 2020 sei gestohlen worden. In Wisconsin wiederum kämpfte die selbsterklärte demokratische Sozialistin Francesca Hong um die Nominierung ihrer Partei für das Gouverneursamt. Umfragen sahen sie vor dem von der Parteiführung favorisierten Kandidaten.

In Alabama wurde im zweiten Kongresswahlbezirk der Abgeordnete Rhett Marques zum Kandidaten der Republikaner gekürt. Die Partei hofft, diesen Sitz mithilfe einer neu zugeschnittenen Wahlkreiskarte von den Demokraten zurückzugewinnen. Der Oberste Gerichtshof hatte im April eine Entscheidung getroffen, die das Wahlrechtsgesetz von 1965 schwächte. Dies ermöglichte es republikanisch geführten Bundesstaaten, Wahlkreise so neu zu ziehen, dass sie die Chancen der eigenen Partei verbessern und oft den Einfluss von Minderheiten wie schwarzen Wählern verringern.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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