Hinterhäusers erster Auftritt seit dem Abgang aus Salzburg

Kultur

Vor dreieinhalb Monaten wurde Markus Hinterhäuser als Intendant der Salzburger Festspiele abgesetzt. Am Samstag absolvierte er seinen ersten öffentlichen Auftritt seither – im Harnoncourt-Saal in St. Georgen im Attergau im Rahmen des Attergauer Kultursommers.

Zu hören war er im Gespräch mit dem Sänger Florian Boesch, und der Abschied von Salzburg wurde gezielt ausgespart. Es ging bei der Konversation um Kunst, vornehmlich um Musik. „Kunst ist Form und Freiheit“, sagte er, angesprochen auf den Spagat eines Pianisten zwischen der Partitur und der Interpretation. Neue Musik etwa spiele er stets vom Blatt, nie auswendig: „Sonst glaubt jeder, der spielt, was er will.“

Er habe es – mit Ausnahme von Karlheinz Stockhausen – stets vermieden, Kontakt zu Komponisten aufzubauen. „Sie sprechen ja durch ihr Werk.“

Über Umwege kam dann doch auch die Rede auf Salzburg. „Das ist die einzige Stadt der Welt, in der das Gesamtwerk von Luigi Nono aufgeführt wurde“, sagte Hinterhäuser. Er habe sich nie als Kurator empfunden, sondern „mich mit dem beschäftigt, was mich vital interessiert“. Seine Intendanz habe er auch „nie als Managementjob gesehen“. Er erzählte über die Zusammenarbeit mit Regisseur Romeo Castellucci bei den Wiener Festwochen und in Salzburg. Und über „intuitive Intelligenz“, die man brauche, wenn man mit Künstlern Programme entwickle. Das Festival habe er „nie didaktisch beworben“. Er sei „nicht von einem pädagogischen Eros getrieben“.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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