Tödliche Politik: Welche US-Präsidenten an- und erschossen wurden

Politik

US-Präsident Donald Trump dürfte am Samstag den mutmaßlich dritten Anschlag auf ihn überlebt haben – das Motiv des mutmaßlichen Attentäters ist noch unbekannt. 

Zur Erinnerung: Im Juli 2024 wurde Trump während einer Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania, am Ohr von einer Kugel gestreift, der Täter schoss vom Dach eines nahegelegenen Gebäudes aus. Das ikonische Bild, wie Trump danach blutend mit erhobener Faust die Bühne verließ, ging durch die Medien und sorgte für Aufwind im Wahlkampf. Der Attentäter wurde vor Ort erschossen. Zuletzt gab es aus Trumps MAGA-Bewegung und von einstigen Trump-Unterstützern Mutmaßungen darüber, ob der Vorfall inszeniert worden sein könnte.

Zwei Monate später schaffte es ein Mann, ein ehemaliger Trump-Unterstützer, mit Sturmgewehr auf Trumps Golfplatz in Florida. Der Sicherheitsbeamte eröffnete Feuer auf den Schützen, er konnte fliehen, wurde später aber gestellt und festgenommen. Er wurde im Februar 2026 zu lebenslanger Haft verurteilt.

Im Februar dieses Jahres wurde nahe Trumps  Villa Mar-a-Lago ein bewaffneter Mann von Beamten des Secret Service erschossen. Er soll einen Benzinkanister sowie eine Schrotflinte bei sich geführt haben und war auf das Gelände des Anwesens vorgedrungen; der US-Präsident hatte sich zu diesem Zeitpunkt aber nicht vor Ort befunden.

Die Häufung der Vorfälle werten Beobachter als Zeichen zunehmender politischer Gewalt – das jüngste politische Todesopfer  war der rechtsreligiöse Aktivist Charlie Kirk. Er wurde im September 2025 auf offener Bühne aus 150 Meter Entfernung erschossen. Auch wenn es sich bei Kirk nicht um einen Politiker handelte, seine Ermordung hat die US-Gesellschaft tief gespalten.

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Bisher wurden vier US-Präsidenten während ihrer Amtszeit ermordet: Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA, wurde am 14. April 1865 während einer Theateraufführung kurz nach Ende des Bürgerkriegs in den Hinterkopf geschossen. James A. Garfield (20. Präsident) wurde 1881 von einem psychisch instabilen Mann angeschossen, der sich über eine abgelehnte Beamtenstelle geärgert hatte. Garfield starb Monate nach dem Attentat an Infektionen, die durch die mangelhafte medizinische Versorgung verschlimmert wurden. William McKinley (25. Präsident) wurde 1901 während eines öffentlichen Empfangs zweimal in den Bauch geschossen und starb acht Tage später. Besonders in Erinnerung der Weltöffentlichkeit blieb die Ermordung von John F. Kennedy, dem 35. Präsidenten der USA: Er wurde 1963 – als bereits Foto- und Filmaufnahmen existierten – während einer Fahrt im offenen Wagen im Rahmen einer Autokolonne erschossen.

Politische Gewalt

Zu den Präsidenten und ehemaligen Präsidenten, die Attentate überlebten, gehören Theodore Roosevelt und Ronald Reagan. Reagan wurde genau in jenem Hotel, wo am Samstag die Korrespondenten-Gala von Schüssen unterbrochen wurde, angeschossen: im Hotel Hilton in Washington D.C. Ein psychisch labiler Mann namens John Hinckley Jr. gab beim 100. Besuch eines US-Präsidenten im Hilton sechs Schüsse Richtung Reagan ab. Der damalige US-Präsident überlebte den Anschlag, der laut Biografen seine Popularität enorm steigerte und maßgeblich zu seiner Wiederwahl beitrug.

Historiker bezeichneten das Attentat auf Reagan lange als das Ende einer der turbulentesten Phasen der modernen US-amerikanischen Politikgeschichte, die geprägt war von Attentaten, die tiefe nationale Wunden hinterließen – etwa die Morde an Kennedy und Martin Luther King im Jahr 1968.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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