26 Jahre nach erstem WM-Sieg: Schumachers Titel-Rekord wackelt

Sport

Vier Rennen vor Schluss greift Hamilton nach seinem siebenten WM-Titel. Er wäre damit ebenso erfolgreich wie Schumacher.

Noch vier Rennen stehen in dieser Saison auf dem Programm, doch schon am Sonntag nach dem Großen Preis der Türkei (Start: 11.10 Uhr MEZ) könnte Lewis Hamilton als Weltmeister feststehen – zum siebenten Mal. Hamilton würde mit Michael Schumacher gleichziehen, fast genau 26 Jahre nach dessen erstem Titelgewinn.

Schumacher führte 1994 nach zehn von 16 Rennen in der WM schon mit 31 Punkten (für den Sieg gab es damals zehn Zähler). Der Deutsche wurde aber wegen einer illegalen Bodenplatte am Benetton qualifiziert und musste ein Rennen aussetzen, weil er zuvor zwei Mal die schwarze Flagge ignoriert hatte.

Am 13. November 1994 ging der Deutsche in Australien mit nur einem WM-Punkt Vorsprung auf Damon Hill ins letzte Saisonrennen. In der 36. Runde rutschte Schumacher in Adelaide von der Strecke, blieb aber knapp vor Hill. In der nächsten Rechtskurve versuchte Hill, innen vorbeizukommen, der Deutsche blieb auf der Ideallinie. Die Wagen berührten einander, Schumacher flog über Hills Vorderrad und landete im Reifenstapel. Hill fuhr noch an die Box, eine Radaufhängung war gebrochen. Hill gab das Rennen auf, Schumacher war Weltmeister.

Zweifelhafter Ruf

Der 25-jährige Deutsche hatte sich einen zweifelhaften Ruf erworben, doch dem Titel drei Jahre nach seinem Debüt folgte ein weiterer. 1996 dann der Wechsel von Benetton zu Ferrari. Vier Jahre gab es keinen Titel, von 2000 bis 2004 aber gleich fünf. Sieben Mal Weltmeister – dieser Rekord schien auf ewig zu bestehen. So wie die 91 Rennsiege.

  Hinten reingestellt wird sicher nicht

APA/AFP/LIU JIN

Doch dann kam Lewis Hamilton. Der Engländer wurde 2008 im McLaren mit 23 Jahren zum ersten Mal Weltmeister, im zweiten Formel-1-Jahr. 2014, im zweiten Jahr im Mercedes, wurde Hamilton zum zweiten Mal Weltmeister; 2015, 2017, 2018 und 2019 folgten die WM-Titel zwei bis sechs. Der Engländer geht mit 85 Punkten Vorsprung auf seinen finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas in den viertletzten Saisonlauf. Verlässt er Istanbul mit mindestens 78 Punkten Vorsprung, kann ihm danach auch rechnerisch niemand mehr seinen siebenten WM-Titel streitig machen. Für einen Sieg gibt es 25 Zähler, für die schnellste Runde einen – und bei Punktegleichheit zählen die Siege (davon hat Hamilton schon neun in den bisherigen 13 WM-Läufen geholt).

Und ob die beiden Rennen in Bahrain sowie in Abu Dhabi angesichts der Corona-Lage überhaupt gefahren werden können, steht noch in den Sternen. Zumindest ein Rennen wird es nach Istanbul, dem 14. Großen Preis in dieser Saison, wohl noch geben. Denn Formel-1-Besitzer Liberty Media benötigt laut Verträgen mindestens 15 Rennen, um die TV-Gelder zu bekommen.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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