Kantersieg für Rapid: Viele schöne Tore und ein Kara-Hattrick

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Wahrlich kurios war die Bilanz vor dem ersten Saison-Heimspiel von Rapid: Santa Coloma hatte die vergangenen drei internationalen Auswärtsspiele gewonnen, die Rapidler im Europacup drei Partien in Folge in Hütteldorf verloren. 

Dennoch war klar, dass die Grünen nach dem 3:1 in Andorra mit dem Aufstieg in die dritte Quali-Runde zur Conference League eine Pflichtaufgabe zu erfüllen haben.
In einer heißen Vollmondnacht wurde es schließlich ein 6:2 in einer sehr unterhaltsamen Partie vor 13.208 Fans. Mit Blick auf die weiteren englischen Wochen und den Ligastart gegen Altach am Sonntag hatte Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup wieder massiv rotiert. 

Mutige Gäste aus Andorra

Auch Santa Coloma wirkte froh, nicht auf Kunstrasen spielen zu müssen, und kombinierte noch mutiger, ganz klar im spanischen Stil, als im ersten Duell. Der Favorit benötigte zehn Minuten, um gefährlich zu werden  – und traf gleich. Marco Tilio –  nur einer von drei Feldspielern, der nach dem Cup in der Startelf geblieben war – legte vor, Bendeguz Bolla glückte der Stanglpass und Ercan Kara vollendete direkt – 1:0.

Noch schöner war das 2:0. Santa Coloma presste, Rapid spielte von links nach ganz hinten, über rechts wieder nach vorne und als alle elf Rapidler zumindest einmal am Ball gewesen waren, drückte Nosa Dahl den Querpass von Tilio über die Linie (24.).

Ausbaufähige Defensive bei Rapid

Auch die Gäste kombinierten auf dem auf einer Seite von einer „Rasenkrankheit“ beeinträchtigen Untergrund sehenswert, Auer ließ Guti ohne Gegenwehr zum Kopfball steigen – nur noch 2:1 (30.).

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Beim 3:1 sah ÖFB-Teamchef Rangnick auf der Tribüne einen feinen Doppelpass von zwei früheren Teamspielern: Matthias Seidl spielte ideal zurück auf Kara, der noch einen Haken folgen ließ und gekonnt einschob (33.).

In der zweiten Hälfte sollten die Joker Yusuf Demir und Horn kurbeln.

Während Bolla mit zwei Freistößen aus guter Position gescheitert war, brachte ein ruhender Ball des Ungarn das 4:1. Nenad Cvetkovic staubte ab, ein mögliches Abseits war ohne VAR unerheblich (58.).

Nach einem Stangenschuss von Horn folgte die Kopie des ersten Treffers: Tilio auf Bolla, Kara hat das richtige Timing und verwertet den Stanglpass zum Hattrick – 5:1 (63.).
Ein seltener Erfolg für den unermüdlich rackernden Mittelstürmer.

Die Joker stachen

Das halbe Dutzend machten die Joker voll: Nach Lochpass von Demir und dem Auge von Horn musste Niki Wurmbrand nur noch einschieben. Das 6:1 nach 81 Minuten war tatsächlich das erste Tor des Flügelstürmers 2026.

Es fiel noch ein Treffer, aber Rapid vergab die Chance auf ein Rekordergebnis im zehn Jahre alten Allianz Stadion: Für den 6:2-Endstand sorgte für Santa Coloma Rodriguez (87.).

Erst Donnerstagabend wird im Duell zwischen Zira (AZE) und Paide (EST) der Ggener ermittelt. Das Hinspiel gewannen die Esten mit 1:0.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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