
Gut möglich, dass Sebastian Siller in der Nacht von Fußbällen träumt. Das wäre kein Wunder bei den vielen Partien, die sich der Trainer des FC Wacker Innsbruck in den vergangenen Wochen hineingezogen hat.
Große Analyse
Neben der WM in Nordamerika lief im Hause Siller ja auch noch die österreichische 2. Liga in Dauerschleife. Gemeinsam mit seinem Assistenten Patrick Hasenhüttl sah sich der Coach des Aufsteigers sämtliche Zweitligapartien der ersten sieben Runden aus der vergangenen Saison an.
„Wir wollen einfach wissen, was uns erwartet und welcher Fußball hier gespielt wird“, erklärt der Innsbrucker Meistermacher, der den FC Wacker aus der 5. Liga zurück in die 2. Bundesliga geführt hat.
Neuer Sponsor
Einige wertvolle Erkenntnisse konnte Sebastian Siller bereits gewinnen. Trotzdem ist die Auftaktpartie am Freitag gegen SW Bregenz (18.30 Uhr, Tivolistadion) irgendwie ein Sprung ins kalte Wasser. Fix ist, dass die Innsbrucker mit Hylo einen neuen potenten Trikotsponsor aus Deutschland präsentieren, der auf Vermittlung des FC Bayern München kam.
Vor dem ersten Match traf der KURIER Sebastian Siller zum Interview.
KURIER: Was erwartet den FC Wacker in der 2. Liga?
Sebastian Siller: Es ist schwer zu greifen, keiner kann die 2. Liga richtig einschätzen. Wie gut sind die anderen Teams? Wie gut haben sie sich verstärkt? Eines ist aber sicher: Es wird wie jedes Jahr sehr eng zugehen.
Was halten Sie vom Auftaktgegner Bregenz?
Bregenz hat einen großen Umbruch vollzogen und sich mit vielen internationalen Spielern verstärkt. Ich gehe davon aus, dass die Bregenzer eine andere Rolle spielen werden als in der letzten Saison.
Worauf müssen sich Ihre Spieler eine Liga höher einstellen?
Es wird schon ein bisschen auch learning by playing sein. Unser Team hat Eigenschaften, die es in dieser Liga braucht. Trotzdem glaube ich, dass die Spielhärte noch einmal ein großer Unterschied sein wird. Die Zweikampfhärte, die Duellhärte. Wir werden uns mehr wehren müssen.
Kann das die Mannschaft?
Das müssen wir sicher in gewisser Weise noch lernen. Wir sind keine Mannschaft, in der viele echte Männer drinnen sind. Diese robusten und gestandenen Typen haben wir nicht im Team.
Welche Vorzüge hat Ihr Team?
Wir sind ein sehr fleißiges Team und stehen defensiv gut. Unser Prunkstück ist sicher die Defensive. Und darauf wird es in dieser Liga auch ankommen. Mit einer Top-Abwehrleistung bist du auf lange Sicht in der Liga vorne dabei. Trotzdem braucht es schon auch offensive Qualität.
Hat der FC Wacker denn im Moment einen echten Goalgetter?
Das ist sicher ein Thema. In der letzten Saison waren die Tore in unserem Team sehr gut verteilt, wir sind nicht so leicht auszurechnen. Andererseits werden wir in der Offensive Spieler brauchen, die Tore machen können. Wir haben junge Potenzialspieler, aber es ist noch Bedarf.
Warum zieht es sich noch mit den Verstärkungen?
Diese absolute Wunschlösung, diesen Stürmer, der dir zweistellige Tore garantiert, wird es nicht spielen. Es gibt drei Faktoren, die zusammenpassen müssen: einmal das Sportliche, dann das Wirtschaftliche und drittens das Charakterliche. Und wenn einer dieser drei Parameter nicht passt, dann hast du in der Kabine ein Riesenproblem.
Klingt so, als würden Sie im Zweifel lieber auf einen Neuzugang verzichten.
Für mich war immer klar, dass wir in diesem Sommer keinen …read more
Source:: Kurier.at – Sport



