NHL-Star Marco Rossi: „Eishockey ist wie eine Religion“

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Ein Autogramm ist wenig mehr als ein eilig geschriebener Name. Und doch zeigt es recht zuverlässig, wer gerade zu wem aufschaut. Marco Rossi hätte sich als Kind für die Unterschrift von Thomas Vanek angestellt. Oder für jene von Pawel Dazjuk, dem russischen Künstler am Puck.

Wie weit ihn seine eigenen Träume getragen haben, war am Montag in St. Pölten besonders gut zu erkennen. Eine Stunde lang trainierte der Vorarlberger mit den Nachwuchsspielern der Lower Austria Stars, erklärte Schusstechniken und sprach ihnen Mut zu.

Danach standen zahlreiche Kinder für Rossis Unterschrift Schlange. Im Anschluss sprach Österreichs NHL-Star mit dem KURIER über …

… seine Rolle als Vorbild Ich war auch einmal so jung, habe zu den Älteren aufgeschaut und große Träume gehabt. Jetzt versuche ich, meine Erfahrungen weiterzugeben und die Kinder zu motivieren, an sich zu glauben. Sie stellen noch ganz grundlegende Fragen, zum Beispiel, wie sie den Puck beim Schuss in die Höhe bekommen. Ich versuche einfach, ihnen zu helfen.

… Österreichs Nachwuchs Mir ist relativ egal, wo in Österreich etwas aufgebaut wird. Entscheidend ist, dass gute Nachwuchsarbeit geleistet wird. Die Kinder sind die Zukunft, auf sie muss man schauen. In diesem Alter gibt es viele Talente. Wichtig ist, wie sie später damit umgehen und ob sie weiter an sich arbeiten. Spaß ist dabei immer die Nummer eins. Wenn man Spaß hat, kommt der Rest, weil man automatisch mehr trainiert.

… seinen Gesundheitszustand Zum Glück ist wieder alles bei hundert Prozent. Nach der Saison war es mit dem Fuß noch etwas mühsam und ich habe einfach Zeit gebraucht, bis ich mich wieder richtig gut gefühlt habe. Eine Operation war nicht notwendig. Jetzt fühle ich mich so gut wie noch nie.

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… seine Vorbereitung Ich habe im Sommer viel mit meinem Krafttrainer gearbeitet, der Fokus lag auf Kraft und Schnelligkeit. Es war wirklich der beste Sommer, den ich bisher gehabt habe. Jetzt bin ich noch zwei Wochen zu Hause, trainiere danach mit der ersten Mannschaft in Davos und dann geht es schon wieder los.

… den Abschied aus Minnesota Das Interesse aus Vancouver war in den vergangenen Jahren schon sehr groß. Als der Trade gekommen ist, war ich froh, dass ich weg war aus Minnesota. In Vancouver ist die Wertschätzung eine andere.

… Eishockey in Kanada Minnesota war für amerikanische Verhältnisse bereits sehr eishockeyverrückt. Kanada ist aber noch einmal ein ganz anderes Niveau. Dort ist Eishockey wie eine Religion.

… seine neue Rolle Ich bin mit 24 Jahren immer noch jung, gehöre bei den Canucks aber bereits zu den erfahreneren Spielern. Minnesota hatte einen der ältesten Kader, Vancouver nun einen der jüngsten. Deshalb ist meine Rolle eine andere. Ich versuche, mehr Verantwortung zu übernehmen und als Leader voranzugehen.

… den Neustart der Canucks Im Moment verändert sich sehr viel. Die sportliche Führung ist neu, die Trainer sind neu, und auch einige Spieler sind dazugekommen. Wir haben eine junge Mannschaft und sind alle sehr hungrig. Im Kader stehen sehr gute junge Verteidiger, denen die älteren Spieler helfen können. Ich sehe die Situation positiv und freue mich, wenn es wieder losgeht.

… die Geduld …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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