Run auf staatliche Investitionsprämie

Wirtschaft

Binnen zwei Wochen wurden Gelder in Höhe von einer Milliarde Euro beantragt. Ursprünglich budgetiertes Volumen aufgebraucht.

Die heimischen Unternehmen greifen bei der staatlichen Investitionsprämie kräftig zu. Seit dem Förderstart Anfang September wurden 9.612 Anträge gestellt und das ursprünglich budgetierte Zuschussvolumen von einer Milliarde Euro bereits überschritten, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Das Volumen soll kommende Woche im Nationalrat auf zwei Mrd. Euro erhöht werden.

Betriebe können auch weiterhin Anträge für die Investitionsprämie bei der staatlichen Förderbank aws einreichen. Die Förderzusagen erfolgen nach Beschluss der Budgeterhöhung. Investitionen ab 5.000 Euro bis maximal 50 Mio. Euro werden mit einer Prämie von 7 Prozent gefördert.

Wenn die Investition im Zusammenhang mit Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit und Life Science steht, steigt die Prämie auf 14 Prozent. Ausgeschlossen von der Förderung sind dagegen klimaschädliche Investitionen, oder Investitionen in unbebaute Grundstücke, in Finanzanlagen, Übernahmen oder in aktivierte Eigenleistungen.

Die Unternehmen planen im Rahmen der bisherigen Anträge für die Investitionsprämie rund 9,8 Mrd. Euro zu investieren. „Es freut mich außerordentlich, dass die Investitionsprämie so gut greift“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP).

Die hohe Nachfrage nach der Prämie zeige, dass Betriebe „auch in einer wirtschaftlich so schwierigen Ausnahmesituation wie der Coronapandemie“ investieren.

Laut Wirtschaftsministerium wurden bereits 61 Prozent der Anträge durch die Förderbank aws zugesagt. 32 Prozent der Anträge hätten einen Ökologiebezug, 23 Prozent einen Digitalbezug. Die meisten Anträge würden aus Oberösterreich (über 3.171), gefolgt von Niederösterreich (1.413) und der Steiermark (1.165) stammen.

Über 62 Prozent der Anträge entfallen auf Ein-Personen-Unternehmen und Firmen bis 9 Mitarbeiter, 18 Prozent auf Kleinunternehmen, 11 Prozent auf mittlere Unternehmen und knapp 9 Prozent auf Großunternehmen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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