
Erstmals beginnt die Saison der DTM in Österreich. Am Samstag und Sonntag gehen in Spielberg die ersten beiden von insgesamt 16 Saisonrennen über die Bühne. Am Start sind acht Hersteller mit insgesamt 21 Fahrzeugen, in zwei sitzen Österreicher: Lucas Auer in einem Mercedes und Thomas Preining in einem Porsche.
Dramatisches Finale 2025
Im Vorjahr war Auer als Führender ins letzte Saisonrennen auf den Hockenheimring gegangen, die Meisterschaft ging in einem dramatischen Finale dann doch an den Türken Ayhancan Güven (der heuer in die Formel E gewechselt ist). „Dass man dann nicht gewinnt, ist tough“, sagt der 31-Jährige. „Es war bis dahin eigentlich die perfekte Saison.“ In seinem elften Jahr möchte sich der Neffe von Gerhard Berger erstmals den Gesamtsieg einfahren.
Diesen Traum bereits erfüllt hat sich Preining im Jahr 2023. Doch seine „schönste Erinnerung im Motorsport“ hat er vom Jahr 2022. Da gewann er in Spielberg das Heimrennen: „Das ist das Schönste, das man feiern kann.“
Zumindest ein halbes Heimrennen ist es für den in Wien geborenen Mirko Bortolotti, der mit italienischer Lizenz fährt. „Wir gehen mit einem komplett neu entwickelten Auto an den Start“, sagt der Lamborghini-Pilot. „Das Auto ist sehr zuverlässig. Aber es ist zu früh, um über Ziele zu reden.“
Weltweiter Massenmarkt
Die beiden Geschäftsführer der DTM blicken zuversichtlich in die neue Saison, wie Thomas Voss und Claudia Wagner bei einem Gespräch in Spielberg versichern. „Die DTM war immer schon gut, sonst würde sie nicht in ihre 42. Saison gehen“, sagt Voss. Zum Einsatz kommen Fahrzeuge der Gruppe GT3, die von vielen Herstellern produziert werden. „Damit gibt es weltweit einen Massenmarkt. Wenn ich heute ein DTM-Auto habe, kann ich das auch in andere Länder verkaufen.“
Der Motorsport mache Dinge, die gegen den allgemeinen Trend seien. „Individualmobilität ist tot, heißt es immer wieder. Und natürlich geht die Grundausrichtung bei den Herstellern in Richtung Elektrifizierung“, sagt Voss. „Trotzdem kommen die Menschen in Scharen zur Formel 1, aber auch zur DTM.“
Claudia Wagner ist seit 1. April als zusätzliche Geschäftsführerin vor allem für den kommerziellen Bereich zuständig. Dazu zählen Medienrechte, Content-Produktion und Sponsoring. „Wir haben sicher noch Luft nach oben, wie wir das Thema vermarkten“, sagt Voss. Neue Zielgruppen sollen erschlossen, jüngere Fans angesprochen werden. Wie das? „Wir müssen die Fans besser kennenlernen, um sie individueller mit Inhalten versorgen zu können.“
Source:: Kurier.at – Sport



