
Die Bedeutung des Elektromotors wurde zu Beginn der Saison 2026 massiv erhöht, der Überholmodus verändert, die Autos wurden kleiner und leichter. Die ersten drei Rennen waren für die Fans durchaus unterhaltsam. Doch vor allem die Fahrer waren nicht ganz einverstanden mit dem neuen Reglement.
Nun nutzte die Formel 1 die (kriegsbedingte) fünfwöchige Pause, um das Regelwerk noch einmal zu überarbeiten. In Miami wird sich zeigen, ob sich die Kräfteverhältnisse verschoben haben.
Was ist eigentlich neu?
Im Qualifying etwa wird die Energie-Menge, die von den Fahrern pro Runde maximal wiedergewonnen werden darf, von acht auf sieben Megajoule reduziert. Dadurch sollen die Piloten mehr Vollgas fahren können. Zudem wurde das Limit beim sogenannten Superclipping von 250 kW auf 350 kW erhöht. In diesem Modus können – vereinfacht gesagt – Autos Energie zurückgewinnen, während der Fahrer Vollgas gibt. Im Rennen wiederum können die Piloten künftig mit dem Boost-Knopf nur noch 150 kW zusätzlich freisetzen. Zuvor waren es 350 kW. Dadurch sollen die Geschwindigkeitsunterschiede beim Überholen reduziert werden, was wiederum die Sicherheit erhöhen soll.
Wie sind die Reaktionen der Fahrer?
„Alleine die Regeländerungen werden die Rangordnung nicht umwerfen, dafür waren die Korrekturen einfach zu gering“, sagte McLaren-Pilot Oscar Piastri. Im Simulator seien kaum grundsätzliche Änderungen aufgefallen, merkten einige Fahrer an. Max Verstappen, der mit dem Fahrverhalten der Autos zuletzt höchst unglücklich war, ist wieder positiver gestimmt. „Wir hatten positive Gespräche mit FIA und Formel 1. Das ist eine gute Basis“, sagte der Red-Bull-Star – und wünscht sich für die Zukunft mehr Mitspracherecht: „Wir haben ein gutes Gespür dafür, was nötig ist, um die Formel 1 zu einem guten Produkt zu machen.“ Auch Lewis Hamilton sagt: „Sprecht mit uns, wir arbeiten Hand in Hand.“
Kann die Konkurrenz auf Mercedes aufholen?
Während etwa McLaren von einem „völlig neuen Auto in Miami“ spricht, behauptet WM-Leader Kimi Antonelli: „Wir haben so gut wie keine Verbesserungen am Wagen.“ Zumindest der 19-jährige Italiener geht davon aus, dass die Gegner näher gekommen sind.
Was ist da mit dem Wetter in Miami los?
Die Prognose deutet auf mögliche Gewitter hin. Sofern ein unmittelbares Blitzrisiko besteht, sind die Veranstalter in Miami zivilrechtlich dazu verpflichtet, alle Aktivitäten im Freien vorübergehend einzustellen. Hinzu kommt: Es gibt noch keine Erfahrung, wie sich die Autos der neuen Generation bei Nässe verhalten.
Source:: Kurier.at – Sport



