Spannung bis zum Schluss: Lustenau steigt in die Bundesliga auf

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450 Kilometer Luftlinie trennen Lustenau und St. Pölten. Am Saisonende liegt nur ein Punkt zwischen dem Meisterjubel der Austria und dem undankbaren zweiten Platz für den SKN in der 2. Liga.

SKN-Meistertrainer Karl Daxbacher (2016) sah ein 1:0 gegen Wels, durfte aber nicht den Teller übergeben. Denn Lustenau siegte ebenfalls knapp, 2:1 gegen Amstetten.

Vor dem Showdown wurde ein ausverkauftes Haus bei der Austria gemeldet. Auch in St. Pölten ist das Interesse sprunghaft angestiegen, als klar war, dass 38 Tage nach dem letzten Heimsieg doch noch die große Aufstiegsparty steigen könnte.

Vor Anpfiff gab es eine Erinnerung an den mit nur 62 Jahren verstorbenen ehemaligen VSE-Spieler Alfred Tatar, der in St. Pölten 1987/’88  als Mitglied der damaligen Meistermannschaft und mit seinen bunten Fingernägeln aufgefallen war.

Nach acht Minuten hatte der SKN eine erste Top-Chance. Hausjells Volley wurde noch auf der Linie geklärt. Stürmer-Hoffnung Ferstl sorgte ebenfalls beinahe für den Torjubel der 4.582 Fans – knapp vorbei (20.).
Um 17.22 Uhr ging Lustenau in Führung. Für die druckvolle Austria wurde Lahne freigespielt, der zum erlösenden 1:0 traf.

In St. Pölten wurde der Zwischenstand nicht durchgesagt, das ist 2026 aber auch nicht mehr nötig. Schnell verbreitete sich auf den Rängen via Handys die Kunde. Es wurde spürbar leiser in der NV-Arena. Und auch auf dem Feld ging beim letzten Auftritt von Kapitän Thesker, 35, im SKN-Dress nicht  mehr viel.

Gleich nach der Pause bekam der SKN Hilfe vom Lokalrivalen: Pertlwieser glich für Amstetten aus (47.).
Wels-Goalie Schröcker rettete gerade noch gegen Hausjell (49.). Um 18.21 Uhr schien der SKN auf dem Weg zum Titel, eine Minute später war er wieder ganz weit weg: Während Ferstl allein vor Schröcker die Nerven wegschmiss, ließ in Lustenau Delaye die Fans mit einem coolen Elfmeter gleich danach jubeln – 2:1 (64.).

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Für Hochspannung im Finish sorgte Marc Stendera. Der Topspieler der 2. Liga verwertete einen Elfmeter sicher zum 1:0 für den SKN (71.).

Thurnwald vergab für Wels das 1:1 (85.), während Amstetten noch um den Ausgleich kämpfte. Vergeblich.
Um 18.52 Uhr erfolgte der Platzsturm in Lustenau.

Der Titel hat allerdings einen kleinen Makel: Die Mannschaft mit den meisten Punkten ist eigentlich St. Pölten. Nach dem Stripfing-Konkurs verlor der SKN drei Zähler, Lustenau nur einen und ist auch deshalb am Ende mit einem Punkt Vorsprung zurück in der Bundesliga.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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